Psystar wechselt Strategie im Rechtsstreit mit Apple

Lizenzpolitik des Mac-Herstellers verstößt angeblich gegen US-Gesetze

Psystar hat im Rechtsstreit mit Apple seine Strategie geändert. Statt dem Hersteller der Mac-Computer Verstöße gegen das US-Kartellrecht vorzuwerfen, will Psystar nun nachweisen, dass Apples Lizenzpolitik unfair und illegal ist. Dies geht aus Unterlagen (PDF) hervor, die Psystar bei Gericht eingereicht hat.

Nach Ansicht des Mac-Klon-Anbieters missbraucht Apple mit seinem Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) das Urheberrecht, um Interessenten seines Betriebssystems Mac OS X zum Kauf von Apple-Hardware zu zwingen. Gleiches gelte auch für Anwender, die bereits eine ältere Ausgabe des Betriebssystems nutzten und auf die aktuelle Version umsteigen wollten.

Weiter argumentiert Psystar, dass Apple nicht nur über seine Lizenzbedingungen sein Betriebssystem an die eigene Hardware bindet, sondern auch den Kernel so angepasst habe, dass Mac OS X nur auf Apple-Hardware installiert werden könne. Genau diese Sperre im Kernel umgeht Psystar mit seinem Mac-Klon Open Computer.

Mitte November hatte ein US-Gericht die Gegenklage vorläufig abgelehnt, mit der sich Psystar gegen die Urheberrechtsklage von Apple wehren wollte. Mit den jetzt eingereichten Unterlagen hat Psystar die von Richter William Alsup gesetzte Frist genutzt, um neue Argumente gegen Apple vorzulegen. Nächster Verhandlungstermin ist der 15. Januar.

Themenseiten: Apple, Business, Psystar, Urheberrecht, macOS

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