A3-Druck in Firmen: neuer Streit um Notwendigkeit und Kosten

Nur rund drei Prozent der in Unternehmen ausgedruckten Seiten sind im Format DIN A3, aber fast die Hälfte der aufgestellten MFPs unterstützt das Format. Wird da mit Kanonen auf Spatzen geschossen? ZDNet hat nachgefragt.

Viele der etablierten Druckerhersteller sind derzeit nicht gut auf Samsung zu sprechen: Die freche Ankündigung des koreanischen Anbieters, den Branchenprimus HP vom Thron stoßen zu wollen, erntete zunächst überwiegend ungläubiges Schmunzeln. Inzwischen ist aber allen Beteiligten – außer Samsung – das Lachen gründlich vergangen, hat die Attacke doch den Markt gründlich verändert.

Aus dem Consumer-Bereich kommend, hat Samsung mit äußerst aggressiven Preisen und vielen Aktionen bei Discountern erheblich Marktanteile gewonnen. Zu leiden hatte darunter besonders HP. Der Marktführer ließ sich am weitesten auf den Preiskampf ein. Profitabel war das nicht mehr. Insider spekulierten eigentlich nur noch darüber, wie viel die beiden bei jedem verkauften Drucker drauflegten, und nicht ob sie das überhaupt taten.

Da viele der verkauften Geräte für weitaus höhere Druckvolumen konzipiert sind, als sie die über die gewählten Absatzkanäle erreichten Käufer jemals erreichen werden, funktionierte die Refinanzierung der in den Markt geschobenen Drucker durch Toner oder Tintenkauf nicht. Mögliche Alternative: ein Anstieg der Preise für Verbrauchsmaterial. Der kam auch, allerdings begründeten ihn die Hersteller mit dem veränderten Wechselkursverhältnis zwischen Dollar und Euro, und er wirkte sich auch auf die aus, die sich am Preiskampf nicht oder nur wenig beteiligt hatten.

Inzwischen hat Samsung die Strategie geändert: Nach dem Terraingewinn im Consumer-Segment will sich der Hersteller auch in Unternehmen etablieren. Dazu kamen in den vergangenen Wochen einige neue Geräte auf den Markt, etwa das Monochrom-Multifunktionssystem SCX-5835FN und ML-2855ND, ein Duplex-Laserdrucker mit Netzwerkanschluss.

Außerdem wurde die Multiexpress-Reihe ausgebaut. Sie ist ganz gezielt gegen die Produktreihen Aficio von Ricoh, Bizhub von Konica-Minolta und WorkCentre von Xerox positioniert. Zu den Neuheiten gehören Samsungs High-End-Systeme, 6555N, ein monochromes A4-Multifunktionssystem für Abteilungen oder kleine Unternehmen, und C8380ND, ein A4-Farblaser mit Druck-, Kopier- und Scanfunktion für bis zu 38 Seiten pro Minute.

„Wir werden unsere Marktposition im Bereich der A4-Drucksysteme weiter ausbauen und schrittweise neben Produkten weitere Lösungen und Services anbieten“, sagt Jürgen Krüger, Head of Digital Printing von Samsung in Deutschland. Ob das nun als Versprechen oder Drohung zu werten ist, kommt ganz auf den Standpunkt an.

Jürgen Krüger, Head of Digital Printing von Samsung in Deutschland
„Wenn Samsung wirklich Nummer 1 im Markt werden will, und daran halten wir fest, nutzt es nichts, mit Förmchen im Sand zu spielen, da muss schon der Bulldozer her“, sagt Jürgen Krüger, Head of Digital Printing von Samsung in Deutschland (Bild: Samsung).

Themenseiten: Brother, Drucker, IT-Business, Lexmark, Mittelstand, Oki, Samsung, Technologien

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu A3-Druck in Firmen: neuer Streit um Notwendigkeit und Kosten

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *