Infineon bittet Regierung um Finanzspritze für Qimonda

Konzernspitze verhandelt mit Bundeswirtschaftsminister Glos

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat Infineon für sein angeschlagenes Tochterunternehmen Qimonda finanzielle Unterstützung der Bundesregierung erbeten. Unternehmenskreise bestätigten ein Treffen zwischen Vorstandssprecher Peter Bauer, Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU).

Angesichts der schlechten Branchenlage sei Hilfe dringend erforderlich, nicht nur für Qimonda, sondern für die gesamte Chipindustrie. Käme die Rettung für Qimonda zu spät, seien mehrere Tausend Arbeitsplätze in Deutschland, vor allem an den Standorten München und Dresden, betroffen.

Um den Standort Dresden zu erhalten, prüft die sächsische Landesregierung derzeit, ob eine Teilverstaatlichung der Infineon-Tochter in Frage kommt. Der Konzern könnte im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien ausgeben und diese an den Freistaat verkaufen, so der Bericht. Die Bundesregierung lehne eine Teilverstaatlichung jedoch ab.

Themenseiten: Business, Infineon

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4 Kommentare zu Infineon bittet Regierung um Finanzspritze für Qimonda

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  • Am 27. November 2008 um 15:22 von Darkwing

    Aktionäre
    Warum bittet denn der Konzern nicht die Besitzer, also die Aktionäre, um eine Finanzspritze? Schließlich ist es deren Unternehmen, nicht das der Steuerzahler.
    Diese Leute sollten doch ein Interesse daran haben, dass der Betrieb weitergeht. Ein selbständiger Handwerker muss auch selbst sehen, dass sein Laden läuft.
    Aber so ist das heutzutage: Gewinne werden privatisiert, Verluste solidarisiert. Schöne neue Welt.

    • Am 27. November 2008 um 16:13 von Duck

      AW: Aktionäre
      Einfach mal die Besitzstandsverhältnisse bei Qimonda ansehen… Infineon hält noch über 70% der Aktien und denen geht es momentan auch alles andere als gut. Daher geht ja auch der Infineon Vorstand zum Finanzminister.

      • Am 27. November 2008 um 20:05 von Darkwing

        AW: AW: Aktionäre
        Und wem gehört Infineon? Sicher auch nicht dem Steuerzahler…

  • Am 27. November 2008 um 20:17 von HarryG

    Melkkuh D
    Super, noch ein paar Aktionäre die gemerkt haben, daß man derzeit durchaus erfolgreich versuchen kann, Deutschlands Steuerzahler zu melken.

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