AMD-Chef: Fiorano beschleunigt Shanghai um 35 Prozent

Hypertransport 3.0 soll ab 2009 vor allem im Bereich Virtualisierung Vorteile bringen

Laut AMD-Chef Jochen Polster bringt die für 2009 erwartete Fiorano-Plattform mit Hypertransport 3.0 für den heute vorgestellten Shanghai-Prozessor eine Leistungssteigerung um bis zu 35 Prozent. „Vor allem die Bereiche Virtualisierung, Webhosting und Datenbanken profitieren von der neuen Technik“, sagte Polster im ZDNet-Interview.

Doch auch schon heute liefere man mit dem 45-Nanometer-Prozessor Shanghai und der aktuellen Plattform eine mehr als konkurrenzfähige Serverlösung. Polster sieht den gegenüber dem bisherigen Barcelona-Design in den Bereichen L3-Cache und Speicheranbindung stark verbesserten Opteron als die derzeit leistungsfähigste Lösung im Serverumfeld.

Probleme wie bei der Vorstellung des Barcelona-Chips sieht der AMD-Chef nicht. Der Entwicklungsprozess des Shanghai-Chips sei von zahlreichen OEM-Partnern aktiv mit Leistungs- und Stabilitätstests begleitet worden. Dass der Shanghai-Prozessor marktreif sei, könne man auch daran erkennen, dass Webhoster Strato heute bereits einige Systeme mit dem neuen AMD-Prozessor in Betrieb genommen habe. Für die nächsten Wochen erwartet der AMD-Chef, dass sich das Angebot von Shanghai-Systemen auf über 30 Lösungen erstrecke. Für diesen schnellen Markterfolg macht Polster die Sockel-Kompatibilität inklusive der thermischen Spezifikation zur bisherigen Plattform verantwortlich. Bestehende Barcelona-Lösungen seien in vielen Fällen bereits durch ein BIOS-Update kompatibel zu dem Shanghai-Chip.

Der von Intel für den Desktop vorgestellte Nehalem-Architektur, die im nächsten Jahr auch für Server zur Verfügung stehen soll, steht der AMD-Chef gelassen gegenüber. Zwar könne man nicht genau vorhersagen, welche Lösungen der Mitbewerb zu welchem Preis in den nächsten Monaten anbieten werde, doch sei man sich sicher, weiterhin konkurrenzfähige Serversysteme anbieten zu können.

Weniger auskunftsfreudig zeigte sich der AMD-Chef bezüglich Fragen im Hinblick auf die nach dem K10-Design folgende Chiparchitektur. „Es ist derzeit noch zu früh, darüber zu spekulieren“, sagte der AMD-Chef. Laut Polster steht bald auch ein Desktop-Chip auf Basis der Shanghai-Architektur zur Verfügung. Die neue Plattform werde sich allerdings nicht nur auf den Prozessor alleine begrenzen, sondern wie bisher auch, sich durch ein ausbalanciertes System-Design definieren.



Themenseiten: AMD, Hardware, Prozessoren, Server, Servers, Shanghai

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