Europäisches Radionetzwerk geht online

EU-Bürger sollen Programm der Euranet-Plattform interaktiv mitgestalten

Das von der EU-Kommission geförderte Netzwerk europäischer Rundfunkanstalten Euranet ist ab sofort online erreichbar. Auf der Gemeinschaftsplattform soll das Programm der beteiligten Radiostationen gemeinsam mit den Bürgern in Zukunft interaktiv gestaltet werden.

In derzeit 15 EU-Ländern senden 16 Radiosender und acht angeschlossene Rundfunkanstalten täglich einheitliche Programme zum aktuellen Geschehen in Europa. Verschiedene Meinungen sowie durch Bürger im Rahmen des Internet-Angebots angeregte Debatten und Standpunkte zu europäischen Fragen sollen die zwischen 30 und 60 Minuten dauernden Beiträge künftig bereichern.

„Mit Gemeinschaftssendungen und multilingualen interaktiven Audioangeboten schafft Euranet ein ‚Wir-Gefühl‘, verbessert die europäische Kommunikation und entwickelt gleichzeitig die viel diskutierte europäische ‚öffentliche Sphäre'“, schreibt das Radio-Konsortium. Die Initiative begreift sich selbst als „Lösungsansatz für Europas Kommunikationsproblem“ und ist derzeit in den zehn Sprachen verfügbar, in denen das Europa-Programm gesendet wird. Nach Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Griechisch, Bulgarisch, Ungarisch, Polnisch, Portugiesisch und Rumänisch soll das Angebot in Zukunft außerdem auf alle der 23 EU-Amtssprachen ausgeweitet werden.

Verzeichnet Euranet bereits 19 Millionen EU-Bürger sowie rund 30 Millionen Nutzer aus Drittländern, die das Europa-Programm wöchentlich verfolgen, so erhofft sich Euranet auch auf der Online-Plattform viele Teilnehmer. Zur Erweiterung von Programm und Reichweite steht das Konsortium eigenen Angaben zufolge sowohl nationalen, regionalen und lokalen wie auch öffentlichen und privaten Rundfunkanstalten offen. Das Radionetzwerk wird durch die EU gefördert. Die Finanzspritze beläuft sich 2008 auf eine Summe von 5,8 Millionen Euro und soll über einen Zeitraum von fünf Jahren aufrechterhalten werden.

Themenseiten: Internet, Telekommunikation

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