Chipsatzgrafik: Mainboards mit Geforce 9300 und G45 im Test

Mit dem Geforce 9300 steht ein neuer Chipsatz für die Intel-Plattform zur Verfügung, der dem Intel G45 Paroli bieten soll. Ob dies dem Nvidia-Chipsatz gelingen kann oder das Intel-Chipset das Maß der Dinge bleibt, verrät der ZDNet-Test.

Noch im August musste Nvidia aufkommende Gerüchte bezüglich eines Rückzugs der Kalifornier aus dem Chipsatz-Geschäft dementieren. Dass daran nicht viel Wahres war, zeigte sich bereits im Oktober, als kein Geringerer als Apple neue Macbooks mit einem neuen Nvidia-Chipsatz vorstellte. Die für Intel-Prozessoren mit Sockel 775 gedachte Desktop-Lösung Geforce 9300 kündigte Nvidia dann einen Tag später an. Seit kurzem sind Boards von allen großen Herstellern wie Asus, MSI und Gigabyte im Handel erhältlich. Neben Apple haben noch andere Notebook-Hersteller Notebooks auf Basis der mobilen Chipsatz-Variante Geforce 9400m angekündigt.

Drei Dinge machen die Nvidia-Lösung für die Hersteller attraktiv. Zum einen verspricht der Geforce-Chipsatz eine deutlich bessere 3D-Leistung als gegenwärtige Intel-Chipsets. Zum zweiten ärgern sich viele Hersteller über die schlechte Qualität der Intel-Grafiktreiber. Diese sorgen nicht nur im 3D-Bereich durch Kompatibilitätprobleme mit vielen Spielen für Stirnrunzeln in den Service-Abteilungen der PC- und Notebook-Hersteller. Auch im Normalbetrieb unter Vista kam es anfangs zu Problemen durch flackernde Bildschirme, die Intel erst diesen Sommer mit einem Treiberupdate beheben konnte.

Zum dritten bietet die Nvidia-Lösung durch ihre CUDA-Schnittstelle Entwicklern die Möglichkeit, rechenintensive Jobs auf dem Grafikchip laufen zu lassen. Die Geschwindigkeitsvorteile gegenüber einem normalen Prozessor sind enorm. BadaBoom, ein Videokomprimier-Tool, das die GPU zum Konvertieren von Videos nutzt, erledigt dieses Aufgabe 18-mal schneller als ein Intel-Quad-Core-Chip. Zwar sind noch nicht viele Applikationen erhältlich, die die Rechenleistung der GPU nutzen, doch ein Trend ist eindeutig erkennbar. Selbst große Software-Hersteller wie Adobe nutzen die Technik, um beispielsweise bestimmte Funktionen von Photoshop CS4 durch den Grafikchip beschleunigen zu lassen. Einige Features sind gar nur mit einer Hardwarebeschleunigung möglich.

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