FCC gibt ungenutzte TV-Frequenzen frei

"White Spaces" sollen für die Entwicklung drahtloser Breitbandzugänge genutzt werden

Die Federal Communications Commission (FCC) hat einstimmig die freie Nutzung von ehemaligen TV-Frequenzen beschlossen. Das als „White Space“ bezeichnete Frequenzband zwischen 300 und 400 MHz soll für die Entwicklung von drahtlosen Breitbandzugängen genutzt werden, die über weite Entfernungen und auch durch Wände hindurch funktionieren.

„Als Ingenieur bin ich sehr glücklich, dass die FCC der Technik den Vorzug vor der Politik eingeräumt hat“, kommentierte Larry Page, Mitgründer von Google. Die Lobbyisten der Fernsehsender hätten seit Jahren falsche Informationen über die Technologie zur Nutzung der freien Frequenzen verbreitet und die Techniker der FCC dadurch von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten.

Aufgrund der höheren Reichweite von Funksignalen in diesem Frequenzband erwartet Page einen Innovationsschub für das drahtlose Breitbandinternet. „Wir werden bald eine Art ‚gedoptes WLAN‘ erleben, das mit weniger Basisstationen und damit geringeren Kosten größere Gebiete abdecken kann.“

Mobilfunkbetreiber und Fernsehsender hatten gegen die Freigabe des ungenutzten Frequenzbandes argumentiert und stets erklärt, die Nutzung störe Angebote in benachbarten Frequenzen. „Wir begrüßen die Versuche der FCC, unsere Bedenken zu zerstreuen, aber jeder Amerikaner, der ein störungsfreies Fernsehprogramm schätzt, sollte sich wegen der Entscheidung der FCC Sorgen machen“, sagte Dennis Wharton, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der National Association of Broadcasters (NAB).

Themenseiten: Breitband, Google, Telekommunikation

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