F#: Was bringt die neue Programmiersprache?

Über F# wurde schon viel gemunkelt. Seit der Veröffentlichung des Community Technology Preview (CTP) steht die Programmiersprache nun auch der Allgemeinheit zur Verfügung. ZDNet erklärt, was sich dahinter verbirgt.

Es gab schon viel Gutes über F# zu lesen – eine Programmiersprache die übrigens eng mit Objective Caml verwandt ist. Wer in der .NET-Welt auf dem Laufenden sein will, sollte sie sich einmal ansehen. ZDNet fasst die wichtigsten Eigenschaften zusammen und zeigt erste Schritte.

So kommt man zu F#

Seit September steht die Community Technology Preview (CTP) als kostenloser Download zur Verfügung. Sie wird von Windows XP und Windows Vista unterstützt. Voraussetzung ist die Systemkomponente .NET Framework 2.0. Um F# zu installieren, muss lediglich die Installationsdatei heruntergeladen und ausgeführt werden. Eine Integration in Visual Studio 2008 ist möglich, aber nicht erforderlich. Mittels der Befehlszeilentools kann dann mit dem F#-Code experimentiert werden.

In Visual Studio 2008 gibt es eine interaktive Sitzung, die es ermöglicht, F#-Code einzugeben und ohne Kompilierung sofort auszuführen. Das Fenster für die interaktive Sitzung befindet sich am unteren Rand der IDE-Oberfläche – falls mit F# gearbeitet wird. F#-Code lässt sich über die Tastenkombination [Alt]+[Enter] sofort einsetzen. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, sich mit der Programmiersprache gleich zu Beginn etwas vertraut zu machen.

Welchen Funktionsumfang bringt F# mit?

Microsoft beschreibt F# als funktionelle, objektorientierte und imperative Programmiersprache für .NET. Trotz der Objektorientierung besteht wohl die wichtigere Eigenschaft in der Funktionalität. Denn mit F# muss eben kein objektorientierter Code eingegeben werden. Bei der Problemlösung lässt sich vielmehr die Verfahrensweise in den Vordergrund stellen.

F# hat folgende Eigenschaften:

  • Strenge Typisierung: Jeder Datentyp ist vordefiniert. Sämtliche Konstanten und Variablen verwenden einen dieser Typen.
  • Knappheit: Mit wenig Code lässt sich viel machen. Bei der Erstellung von Klassen und ähnlichen Vorgängen gibt es bei Weitem nicht so viel zu beachten wie in C# oder VB.NET.
  • Bibliotheken: F# ist .NET – daher ist das Framework bereits vorhanden.
  • Skalierbarkeit: Die Architektur von F# ist skalierbar, was wiederum an der .NET-Basis liegt.
  • Effizienz: Laut Microsoft ist F# eine effiziente Sprache. Ob das stimmt, wird sich noch zeigen.

Mit F# lässt sich nahezu alles entwickeln. Doch laut Microsoft soll diese Sprache vor allem für rechenintensive Anwendungen geeignet sein, beispielsweise für Finanz- oder Datenanalysen, Datenmodellierung und akademische Anwendungen. Dabei werden sich vielleicht einige an ihre Studienzeit erinnern und wie sie mit Fortran herumgespielt haben. So gibt es auch ein Projekt für eine .NET-Version von Fortran.

Themenseiten: .NET, Anwendungsentwicklung, Plattform, Software

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu F#: Was bringt die neue Programmiersprache?

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  • Am 20. Juni 2009 um 17:03 von Henry von Steubenfels

    Genug ist genug
    Die habe schon so viele Programmiersprachen und Protokolle verhunzt, jetzt reicht es aber ! Finger weg von FORTRAN !

    Henry

    • Am 28. Juni 2009 um 18:46 von Andreas Schmitt

      AW: Genug ist genug
      F# hat nichts, aber auch gar nichts, mit Fortran zu tun. Also kein Grund zur Sorge. F# ist eine Sprache die von Microsoft Research neu geschrieben wurde und ist wie im Artikel erwähnt (wenn auch vom Author nicht annähernd verstanden) eine Funktionale Sprache und hat daher viel mehr mit ML, Haskell und ähnlichen Sprachen gemein als mit Fortran (Wie der Author darauf kommt, hier mit Fortran und Basic zu vergleichen, versteht wohl auch nur er selbst)

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