Österreich versendet Einschreiben künftig elektronisch

Nachbarland startet dualen Zustellservice

Der IT-Dienstleister Raiffeisen Informatik hat heute den europaweit ersten dualen elektronischen Zustellservice vorgestellt. „Unser System ermöglicht es, behördliche aber auch private Einschreiben, die eine Empfangsbestätigung für den Absender erfordern, vollständig elektronisch zu versenden“, sagt RI-Geschäftsführer Wilfried Pruschak. Das duale System stelle jedoch auch sicher, dass ein Empfänger, der elektronisch nicht erreicht werden könne, das Schriftstück auf dem normalen Postweg erhalte.

Primär richtet sich das Angebot an Behörden. „Hier schlummert ein enormes Sparpotenzial für den Staat, denn die elektronische Zustellung ist bedeutend billiger als der herkömmliche Postweg“, so Pruschak. Derzeit koste ein Einschreiben bis zu 6,85 Euro, die digitale Form nur etwa 95 Cent. Außerdem entfielen durch den digitalen Versand Produktions- und Transportwege, was auch der Umwelt zugute komme.

Bei der dualen Zustellung wird jedes Dokument an eine Sendestation übergeben. Diese gleicht die Empfangsadresse mit dem Verzeichnis der elektronisch erreichbaren Personen ab. Der Empfänger wird über den Erhalt der Sendung informiert und kann das Dokument innerhalb eines bestimmten Zeitraums vom Posteingangsserver abholen. Der Versender erhält eine elektronische Abholbestätigung, sobald das Dokument abgeholt wurde. Sollte der Empfänger über keinen elektronischen Briefkasten verfügen, wird das Dokument gedruckt, kuvertiert und per Post zugestellt.

Ein elektronisches Postfach kann sich jeder Bürger einrichten, der die Bürgerkartenfunktion auf seiner E-Card, Bankomatkarte oder jeder anderen Karte mit entsprechenden Funktionen freigeschaltet hat. Die Registrierung für den Zustellservice erfolgt über das RI-Webportal. Nach Prüfung der Identitätsdaten wird der Bürger schließlich in das Verzeichnis für die elektronische Zustellung aufgenommen.

Themenseiten: E-Mail, Internet, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Österreich versendet Einschreiben künftig elektronisch

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  • Am 20. Oktober 2008 um 19:23 von Michaela

    Irrtum! Falsch kalkuliert!
    Man rechnet nicht ein unter welche Umstände das Equipment produziert wurde. Dazu die Folgekosten! Alleine schon der Strom, und unter welche Umstände der Produziert wurde. Das Ganze ist wie das versteckte Fett in einer scheinbar gut aussehenden Wurst. Mich jedenfalls kostet das Internet mehr als ich scheinbar zu sparen glaube wenn ich ein E-Mail sende. Alleine die Stromkosten die der PC läuft. Das Modem braucht auch Strom, und die Internetverbindung plus andere Sachen ist auch nicht billig. Mindestens kostet das Internet im Jahr alleine rund 400 Euro, und das ohne PC und Betriebskosten. Der Große Fehler der begangen wird ist sich von all dieser elektronisch bestimmten Welt abhängig zu machen und nebenbei zu vergessen, was man eigentlich mehr bezahlt als man glaubt, das E-Mail wäre billig!

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