Bundesregierung plant Bundes-E-Mail für Behördenkontakte

De-Mail soll den amtlichen Briefwechsel in Papierform ab 2010 ablösen

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, plant die Bundesregierung einen sicheren E-Mail-Dienst für die Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern. Er soll garantieren, dass wichtige Dokumente beim Austausch mit Ämtern vertraulich bleiben und nicht von unbefugten Dritten gelesen werden können.

„De-Mail“ soll der Service heißen, den Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem dritten IT-Gipfel Mitte November in Darmstadt präsentieren möchte. Geht es nach den Vorstellungen des Bundesinnenministeriums, so wird De-Mail den amtlichen Briefwechsel in Papierform 2010 ablösen.

Um den Dienst nutzen zu können, muss eine zweifelsfrei identifizierbare De-Mail-Adresse beantragt werden, über die dann die Kommunikation und der Datenaustausch mit den Behörden läuft. Die Ämter werden verpflichtet, die elektronischen Anträge als rechtsverbindlich anzuerkennen. Auch Einschreiben und Zustellurkunden sollen Anwender über den E-Mail-Dienst versenden können. Wer eine De-Mail-Adresse beantragt, erhält auch einen elektronischen Safe zum verschlüsselten Archivieren von Dokumenten.

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6 Kommentare zu Bundesregierung plant Bundes-E-Mail für Behördenkontakte

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  • Am 10. Oktober 2008 um 14:28 von thmoas

    Bundes-E-Mail für Bundes-Trojaner
    Womit die Frage nach dem "wie verbreiten ?" geklärt wäre.

    "…Details entnehmen Sie bitte dem angehängten Dokument [steuererklärung.exe]"

    • Am 10. Oktober 2008 um 15:10 von ooOoo

      AW: Bundes-E-Mail für Bundes-Trojaner
      Oder noch besser: [steuererklärung.pdf.exe]

  • Am 10. Oktober 2008 um 17:33 von Rumble

    Vertrauen
    Ein Dienst für Behördenmails und sichere Ablage.

    Vom Bund geplant, von T-Systems umgesetzt.

    Dem soll ich vertrauen???

    Telekom mussteheute weitere sechs dicke Datenpannen einräumen, die Datengier des Bundes ist mittlerweile sprichwörtlich. Dummgenug, um in Beamtenmanier da auch den Bundestrojaner zu verteilen, sind die Herrschaften sowieso.

    Nein, dem Dienst kann man – mit einiger Überlegung – nicht vertrauen. über meinen PC werde ich da wohl kaum eine Mail öffnen.

  • Am 11. Oktober 2008 um 22:56 von Tron

    Geldvernichtung Bundes-E-Mail
    !DAGEGEN!

    Für Behörden untereinander – vielleicht. Aber ich werde daran nicht teilnehmen. Nicht nur wegen des Bundesvirus.

    BTW: Mein "Moppel" bei der BA verweigert jeglichen Mail-Verkehr. Ich glaube nicht, weil er Angst vor einer Mail von mir hat sondern weil er mit diesem "Medium" gar nicht umgehen kann. Ein anderer Mitarbeiter löscht sogar PDF-Anhänge wegen Virengefahr. Wer zum Henker soll denn die da notwendigen Schulungen bezahlen, bevor das Teil irgendwann Aussicht auf Erfolg hat.

    Nette Idee, die sofort Einzug im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler halten wird!

  • Am 12. Oktober 2008 um 9:20 von Erika

    Bundes-E-Mail für Behördenkontakte
    Daten-Sicherheit:
    Ist doch gut für alle Hacker, CIA’s,Chinaleins, Telecom’s, Putin’s, usw…

  • Am 15. Oktober 2008 um 1:27 von Landro

    Wie wärs mit Lernen von anderen Ländern
    Vergleich mit den Ösi-Methoden
    So was haben die ein wenig professioneller schon lange, vielleicht sollte Schäuble sich Experten aus Österreich einfliegen lassen. Das ist ja nur noch peinlich.

    https://www.buergerkarte.at

    Die Sozialversicherungschipkarte läßt sich also mit staatlich erzeugten Zertifikaten aufladen, mit denen spielt es volles
    E-Government, qualifizierte elektronische Signatur und unter der Rubrik “zu Hause” schön erklärt : Verschlüsselung von Daten.

    Vielleicht sollte sich Schäuble mal beraten lassen.

    Ich würde empfehlen mit dem Zertifikat, das der Staat erzeugt nur Daten verschlüsseln, bei denen es aus Rechtsgründen (Honorarnoten, Verträge) nicht anders geht.

    Für alles andere kommt nur ein eigenes selbst erzeugtes Zertifikat in Frage.

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