Adware nimmt im dritten Quartal 2008 um 70 Prozent zu

Gefälschte Sicherheitsprogramme sind laut Panda verantwortlich für rasante Verbreitung

Adware hat im dritten Quartal 2008 die meisten Computer-Infektionen verursacht. Das ergaben die Auswertungen der Panda-Security-Sicherheitslabore des dritten Quartals 2008. Auf 37,49 Prozent aller weltweit infizierten Rechnern konnte Panda mindestens ein Adware-Muster entdecken – das bedeutet einen Anstieg von 70 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 (22,03 Prozent).

Der hohe Adware-Anstieg im vergangenen Vierteljahr ist Panda zufolge vor allem durch die zunehmende Verbreitung gefälschter Sicherheitssoftware bedingt. Sie animiert Nutzer durch Warnmeldungen, die einen angeblichen Malware-Befall melden, zum Kauf eines Antiviren-Programms, um ihr vermeintlich verseuchtes System zu desinfizieren. Mit solchen unnötigen Security-Programmen konnten Online-Kriminelle in kürzester Zeit einen lukrativen Markt erobern. Dabei erzielten sie bei relativ geringem Aufwand beträchtliche Gewinne.

Trotz des deutlichen Anstiegs der Adware-Verbreitung bleiben Trojaner mit fast 60 Prozent die beliebtesten Schädlinge bei Cyber-Kriminellen. Auch im dritten Quartal wurde keine andere Malware-Art in so vielen verschiedenen Varianten in Umlauf gebracht.

Obwohl mehr Trojaner als Adware-Varianten entwickelt wurden, war die Adware aktiver und verursachte mehr Infektionen. Das liegt laut Panda vor allem daran, dass die Verbreitung von Trojanern zielgerichtet erfolgt: Ein Trojaner wird nicht an eine große Anzahl von Anwendern versendet – im Gegensatz zur Adware. Mit 4,53 Prozent und 2,93 Prozent sind Würmer und Spyware unter den übrigen Malware-Arten diejenigen, die die meisten Infektionen ausgelöst haben.

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