Bericht: Siemens bietet Fujitsu seine FSC-Anteile an

Aufsichtsratsmitglied bestätigt angeblich Verkaufsangebot gegenüber der Wirtschaftswoche

Die Wirtschaftswoche will von einem namentlich nicht genannten Aufsichtsratsmitglied die Bestätigung dafür erhalten haben, dass Siemens aus dem Joint Venture Fujitsu Siemens Computers aussteigen will. „Siemens hatte das Recht, seine Anteile dem Partner Fujitsu bis Ende September anzudienen – und das ist auch geschehen“, zitiert das Magazin. Knackpunkt bei den Verhandlungen sei vor allem der Preis, den Siemens von Fujitsu verlange.

Siemens wollte auf Anfrage von ZDNet weder zu dem Bericht noch zum Stand der Verhandlungen Stellung beziehen. FSC hatte schon vorher kursierende Gerüchten dahingehend kommentiert, dass die Verhandlungen zwar liefen, was auch kein Geheimnis sei. Meldungen zum Fortgang beruhten aber lediglich auf lancierten Informationsbrocken, die den Medien von unterschiedlichen Interessenvertretern zugespielt würden und keineswegs den tatsächlichen Stand widerspiegelten.

Das Joint Venture zwischen Siemens und Fujitsu war 1999 mit einer Laufzeit von zehn Jahren ins Leben gerufen worden. Ein Jahr vor Ablauf dieser Frist wurde jedem Partner die Möglichkeit zum Ausstieg eingeräumt – allerdings erst, nachdem er dem jeweils anderen seinen Anteil zum Kauf angeboten hat.

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1 Kommentar zu Bericht: Siemens bietet Fujitsu seine FSC-Anteile an

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  • Am 7. Oktober 2008 um 9:14 von Prach

    Siemens… management at work
    Soso… Siemens steigt wieder mal aus einem Markt aus und macht wieder mal ein Unternehmen dicht, um sich nur noch auf die "Wachstumskerne" zu konzentrieren (von denen die Medizintechnik ja in den neunziger Jahren als Verlustbringer auch fast geschlossen worden wäre, jetzt aber plötzlich zum neuen Hoffnungsträger hochstilisiert wurde). Wieso macht Siemens eigentlich in Sektoren Milliardenverluste, in denen anderen Unternehmen hohe Renditen einfahren? Was ist, wenn die wenigen verbliebenen Unternehmenssparten nicht konkurrenzfähig sind? Wieso stellen sich erfolgreiche Unternehmen wie General Electric möglichst breit auf, von den asiatischen Mischkonzernen ganz zu schweigen? Siemens war früher mal ein Synonym für deutsche Qualität, die Mitarbeiter wurden beneidet, heute ist der Name nur noch eine Lachnummer, als Mitarbeiter ist man heute nur noch das Objekt von schlechten Scherzen…

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