Microsoft verlängert XP-Downgrade um sechs Monate

Auslieferungsstopp auf 31. Juli 2009 verschoben

Microsoft hat die Frist, in der PC-Hersteller ein XP-Downgrade für Rechner mit Vista Business oder Ultimate anbieten können, um weitere sechs Monate verlängert. Ursprünglich wollte das Unternehmen nach dem 31. Januar 2009 keine Installationsmedien für Windows XP ausliefern. Nun will das Unternehmen die Option bis zum 31. Juli 2009 aufrechterhalten.

„Da sich immer mehr Kunden für Windows Vista entscheiden, wollen wir sicherstellen, dass sie ihre Entscheidung aus Überzeugung treffen und dass der Umstieg so einfach wie möglich ist“, sagte ein Microsoft-Sprecher. Nach Auskunft von Microsoft ist die Downgrade-Option vorrangig für kleine und mittlere Unternehmen gedacht. Auch sei es alleine die Entscheidung der PC-Hersteller und OEM-Partner, das Downgrade überhaupt anzubieten.

Letzten Donnerstag hatte CEO Steve Ballmer auf einer Veranstaltung in Frankreich erklärt, sein Unternehmen habe bisher 180 Millionen Kopien von Windows Vista verkauft. Unternehmen führten ein neues Betriebssystem jedoch nach anderen Regeln ein als Verbraucher. „Ich werde niemanden ermutigen, sofort umzusteigen“, sagte der CEO. „Mein Rat ist, dass jeder den Umstieg in dem Rhythmus erledigen sollte, in dem die PCs normalerweise ausgetauscht würden. Nur wenige Unternehmen tauschen das Betriebssystem auf vorhandenen Rechnern aus, die meisten kaufen dafür neue Computer.“

Ursprünglich hatte Microsoft zum 30. Juni 2008 einen Verkaufsstopp für Windows XP ausgesprochen. Neben dem Downgrade für Windows Vista dürfen als Ausnahme noch bis zum 30. Juni 2010 Low-Cost-Computer mit einer geringen Hardwareausstattung mit Windows XP Home verkauft werden.

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1 Kommentar zu Microsoft verlängert XP-Downgrade um sechs Monate

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  • Am 6. Oktober 2008 um 10:43 von Gustav Grewe

    Altes Betriebssystem behalten = extrem preiswert
    Das hätte der Super-Monopolist Microsoft gern (Zitat): "Mein Rat ist, dass jeder den Umstieg in dem Rhythmus erledigen sollte, in dem die PCs normalerweise ausgetauscht würden."

    Mein Rat: Microsoft zwingen, wichtige Neuerungen auch in ein älteres Betriebssystem einzubinden, soweit für M$ zumutbar. Die Einhaltung der neuen Regeln von Frau Neelie Kroes überwachen lassen.

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