Freenet serviert Debitel-Chef ab

Oliver Steil hat offenbar zu hoch gepokert

Der Chef des von Freenet übernommenen Mobilfunkresellers Debitel Oliver Steil erhält entgegen allgemeinen Erwartungen nun doch kein Vorstandsmandat. Das berichtet die Tageszeitung Die Welt.

Nach der Übernahme von Debitel hatte der Freenet-Aufsichtsrat Steil den Posten des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden mit der Gesamtverantwortung für den Vertrieb angeboten. Bei der entscheidenden Aufsichtsratssitzung verlangte Steil jedoch eine gleichberechtigte Doppelspitze mit dem bisherigen Freenet-Chef Eckhard Spoerr.

Daraufhin verzichtete der Aufsichtsrat ganz auf ein Mandat Steils und bestellte stattdessen den bisherigen Debitel-Finanzchef Joachim Preisig zum Vorstandsmitglied. Er soll sich um die Integration von Debitel und Freenet kümmern. Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes wird nun der bisherige Freenet-Vorstand Axel Krieger. Steil soll weiterhin die Geschäfte der Tochter Debitel führen. Sein Vertrag läuft bis 2010.

Dem quirligen Freenet-Chef Spoerr wird die Entscheidung des Aufsichtsrats gefallen haben. Das als behäbig geltende Management von debitel dürfte Spoerr mit zu viel Einfluss im Vorstand ein Dorn im Auge sein.

Somit hat Spoerr seine personellen Angelegenheiten wieder einmal für sich zufriedenstellend geregelt. Zur Hauptversammlung im August hatte er wegen Differenzen mit den Großaktionären und Konkurrenten United Internet und Drillisch noch selbst um sein Amt bangen müssen.

Themenseiten: Business, Debitel, Telekommunikation

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