eBay entlässt angeblich jeden zehnten Mitarbeiter

Kündigungen betreffen die Verwaltung und die oberen Führungsebenen

Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, wird eBay die Zahl seiner Mitarbeiter um zehn Prozent reduzieren. Die 1500 der weltweit 15.000 Arbeitsplätze will das Unternehmen vorrangig in der Verwaltung und der oberen Führungsebene abbauen.

Auf Kündigungen plant das Unternehmen nach Auskunft eines Mitarbeiters weitgehend zu verzichten. Stattdessen sollen Angestellte Auflösungsverträge und Abfindungen erhalten. Auch bliebe der Kundendienst von Entlassungen verschont, teilte die Quelle des Focus mit. Details werde das Unternehmen in Kürze offiziell nennen. Ob auch deutsche eBay-Mitarbeiter betroffen sind, ist nicht bekannt.

Bereits Mitte September waren erste Berichte über Entlassungen bei eBay aufgetaucht. Die Analysten Brian Blair und Ryan Hunter von Wedge Partners hatten einen Stellenabbau von ebenfalls 10 Prozent vorausgesagt. Ihrer Ansicht nach hat sich das Geschäft des Online-Auktionshauses derartig verschlechtert, dass Mitarbeiter mit Entlassungen rechnen müssten.

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2 Kommentare zu eBay entlässt angeblich jeden zehnten Mitarbeiter

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  • Am 3. Oktober 2008 um 19:03 von W.P.

    Ebay-Entlassungen
    Wundert mich nicht. Verkäufer werden seit längerem mehr und mehr gegängelt und durch ständig steigende Gebühren, Provisionen usw. wie Zitronen ausgequetscht. Die Preislandschaft hat sich so natürlich negativ verändert und Käufer wandern ebenfalls ab.
    Der Kundendienst hält auch schon lange nicht mehr das, was sein Name verspricht, einfach nur lächerlich.
    Ich bezweifle, dass die Herrschaften bei Ebay sich im Klaren darüber sind, dass sie ihr Grab tiefer und tiefer schaufeln. Es herrscht lediglich das Prinzip der Gewinnmaximierung, ohne Rücksicht auf Verluste. Zufriedenheit der Verkäufer uninteressant.
    Macht nur weiter so….

  • Am 27. Oktober 2008 um 15:17 von Maximus Verus

    Steuert ebay trotz deutlicher Hinweise in den Abgrund ?
    Die Frage: Warum ein kluger Verkäufer seine Waren mit ohnehin dürftiger Maximalmarge auf Neuwaren von ca. 6%-15% nicht mehr bei ebay verkaufen würde ?

    Eine der möglichen Antworten: Scheint doch eigentlich logisch, oder ? Kumulierte man alles zusammen, sowie die Wahrscheinlichkeit, dass nur jeder 5te Artikel verkauft werden würde, entstünden schnell bis zu 10% Kosten ( Gebühren) und auch darüber ( je nach Produkt ).

    Bei IT oder TV- , SAT- , Produkten, brauner und weisser Ware, wo maximal ohnehin nur 5-10% möglich wären, wäre doch der Gewinn schon mal weg, oder ? Würde der Kunde dann noch mit dem hochempfohlenen PAypal bezahlen, wären die nächsten wichtigen Prozente weg, und könnte es schnell zum Minusgeschäft werden.

    Nach dem Kauf kommt aber noch der Verbraucherschutz, Widerruf, Garantie etc. Kalkulierte man nun aber entsprechend höher, würde dank des ausgeklügelten Suchsystem extrem verglichen werden können und das Geschäft (?) würde ein Anderer machen.

    Mögliches FAZIT: Ein Kaufmann der legale Waren verkaufen möchte, hätte auf ebay künftig vermutlich wenig Chance auf spürbaren Ertrag, denn die mühsam erkämpfte Marge scheinen komplett in den Rachen von ebay und Konsorten zu verschwinden, warum sollte er also bei ebay bleiben ?

    Vorschlag für Abhilfe und EINZIGER WEG: Sofortige Abkehr von der Verkäufer – Abz…. und Umkehr zu den Gebühren von vor 8 Jahren. Wir waren selbst Powerseller mit mehr als 10.000 Verkäufen gewesen, mit bis zu 4000 EURO Provision / Monat. – Jetzt nichts mehr – , und das Geschäft läuft trotzdem, dann gut beworbenem Webshop. Hier lohnen sich die Kosten für Werbung und stehen im vernünftigen Verhältnis.

    Unendlich schade, denn die ebay Idee wäre grandios, insbesonders für Jungunternehmer, die über diese Plattform ohne Ladenmiete und Personal die ersten Profite erwirtschften könnten, wenn denn eine möglich wäre.

    Eine Finanzspritze von der Regierung wird es wohl hier nicht geben.

    Ich persönlich sehe schwarz für diese tolle Plattform und befüchte dass die Kündigungen von 10% der Mitarbeiter nicht die Letzten sein werden.

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