FBI beschuldigt AMD-Mitarbeiter der Industriespionage

Ermittler finden bei dem ehemaligen Intel-Angestellten 13 Geheimdokumente

Einem Bericht des Boston Globe zufolge ermittelt das FBI wegen Industriespionage gegen den AMD-Mitarbeiter und früheren Intel-Angestellten Biswahoman Pani. Bereits Anfang Juli hatte die US-Bundespolizei bei einer Hausdurchsuchung bei Pani mehr als 100 Seiten mit vertraulichen Informationen des Konkurrenten Intel gefunden. 13 Dokumente seien sogar als „Top Secret“ gekennzeichnet gewesen, so die Zeitung.

Pani hatte im Mai bei Intel gekündigt, um eine Stellung bei AMD anzunehmen. Aus einer mit der jetzt veröffentlichten Strafanzeige eingereichten eidesstattlichen Erklärung geht hervor, dass Pani am 2. Juni seinen neuen Job bei AMD antrat, obwohl er offiziell noch bis zum 11. Juni bei Intel angestellt war. Die Zeit bis zu diesem Datum soll Pani dazu genutzt haben, sich über seinen Firmenlaptop und seinen Zugang zum Intel-Netzwerk die Dokumente zu beschaffen.

In einer Befragung Ende Juli hatte Pani gestanden, sich die Unterlagen besorgt zu haben. Allerdings habe er dies nur aus Neugier getan und um seiner Frau, die ebenfalls bei Intel arbeite, zu helfen.

Intel hatte das FBI und das Justizministerium von seinem Verdacht informiert, nachdem der Chiphersteller von einem anderen Mitarbeiter von Panis neuem Job bei AMD erfahren hatte. Nach Auskunft des FBI gibt es keine Beweise dafür, dass AMD von der Spionage seines Mitarbeiters gewusst oder Panis Vorgehen unterstützt hat. Panis Anwalt teilte dem Boston Globe mit, dass sein Mandant inzwischen auch nicht mehr bei AMD arbeite.

Themenseiten: AMD, Business, Intel

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