Weitere Sicherheitslücke in Google Chrome entdeckt

Funktion "Speichern unter" ermöglicht Ausführung beliebigen Schadcodes

Das vietnamesische Sicherheitsunternehmen Bkis warnt in einem Blogeintrag vor einer weiteren Sicherheitslücke in Googles Browser Chrome. Der Fehler tritt in Zusammenhang mit der Funktion „Speichern unter“ auf. „Beim Speichern einer Website mit einem überlangen HTML-Title-Tag kommt es zu einem stackbasierten Pufferüberlauf, durch den ein Angreifer beliebigen Schadcode auf einem System ausführen kann“, erklären die Sicherheitsforscher.

Für einen erfolgreichen Angriff müssten Hacker einen Nutzer von Google Chrome lediglich auf eine präparierte Website mit Schadcode locken und ihn dazu bringen, sie auf seinem Rechner zu speichern, teilte Bkis mit. Dabei werde dann der Schadcode ausgeführt, und ein Hacker erhalte dieselben Rechte wie der angemeldete Benutzer.

Während die Hersteller alternativer Browser die Veröffentlichung des Google-Browsers einhellig begrüßen, warnen viele Datenschützer und Sicherheitsexperten vor der Nutzung von Chrome. So hatte der israelische Sicherheitsforscher Aviv Raff in der vergangenen Woche eine alte Safari-Lücke in Chrome entdeckt. Ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärte am Wochenende gegenüber der Berliner Zeitung, das Chrome nicht für den allgemeinen Gebrauch geeignet sei.

Inzwischen hat Google Version 0.2.149.29 des Browsers veröffentlicht, die das von Bkis beschriebene Problem behebt. Ob mit dem Patch auch die alte Safari-Lücke geschlossen wird, teilte das Unternehmen nicht mit.

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