Michael Moore will neuen Film kostenlos ins Netz stellen

"Slacker Uprising" soll junge US-Bürger zur Wahl motivieren

Der durch „Bowling for Columbine“, „Fahrenheit 9/11“ und „Sicko“ bekannt gewordene US-Dokumentarfilmer Michael Moore hat auf seiner Website angekündigt, bei seinem nächsten Film auf eine traditionelle Kino-Veröffentlichung zu verzichten. Stattdessen will der für seine kritische Haltung gegenüber der Bush-Regierung bekannte Filmemacher sein neuestes Werk „Slacker Uprising“ ausschließlich im Internet und auf DVD vertreiben.

Der Film soll ab dem 23. September zunächst drei Wochen lang auf der Video-Sharing-Site BlipTV zum kostenlosen Download stehen. Allerdings werden wohl ausschließlich Bürger der USA und Kanada den 97-minütigen Streifen herunterladen können. Am 7. Oktober 2008 soll dann auch eine DVD des Films zum Preis von 9,95 Dollar im Handel erscheinen.

„Ich habe mich für eine Internet-Veröffentlichung entschieden, weil ich meinen Fans ein Geschenk machen will. Außerdem glaube ich, dass dies ein guter Weg ist, um mein 20-jähriges Jubiläum im Filmgeschäft zu feiern“, erklärt Moore auf seiner Website. „Die einzige Gegenleistung, die wir erwarten, ist eine Rekordzahl an jungen Wählern bei den kommenden Präsidentschaftswahlen im November.“

„Slacker Uprising“ ist eine Dokumentation über Jungwähler in den USA, die Moore bei einer Tour durch 62 US-Städte gedreht hat. Ursprünglich sei der Film zwar für die Kinoleinwand gedacht gewesen, doch letztlich habe er sich für eine Online-Veröffentlichung entschieden, um möglichst viele jüngere Menschen anzusprechen, so Moore. „Wir wollen damit die Wahlbeteiligung ankurbeln. Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, wie wir das zustande bringen könnten.“

„Slacker Uprising“ wird die erste große Filmproduktion sein, die zunächst ausschließlich im Internet veröffentlicht wird. Im vergangenen Dezember war zwar „Jackass 2.5“ ebenfalls kostenlos per Online-Stream angeboten worden, der Film war jedoch keine eigenständige Produktion, sondern nur ein Zusammenschnitt aus noch nicht verwertetem Material der zweiten „Jackass“-Verfilmung.

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