Grid Computing ermöglicht Reproduktion antiker Musik

Astra-Projekt rekonstruiert Vorläufer der Harfe

Mithilfe von Computermodellen haben italienische Wissenschaftler ein antikes Musikinstrument zum ersten Mal seit Jahrhunderten wieder erklingen lassen. Im Rahmen des Projekts „Ancient Instruments Sound/Timbre Reconstruction Application“ (Astra) wurden die Töne des Epigonions, eines harfenähnlichen Instruments aus dem antiken Griechenland, rekonstruiert. Um die dafür notwendigen komplexen Berechnungen durchzuführen, haben die Forscher internationale Grid-Computing-Netzwerke genutzt.

„Früher gab es einfach nicht genug Rechenleistung, um antike Musik zu reproduzieren. Erst Forschungsnetzwerke mit hoher Kapazität geben uns die Möglichkeit, dies Realität werden zu lassen“, sagt Guiseppe La Rocca, Mitarbeiter am italienischen National Institute of Nuclear Physics und verantwortlich für die Grid-Vernetzung von Astra.

Archäologische Funde, historische Abbildungen sowie literarische Quellen zum Epigonion waren die Ausgangsbasis der Forscher. Auf dieser Grundlage wurde das Instrument physikalisch modelliert und sein mechanisches Verhalten simuliert. Dadurch war es möglich, seinen Klang digital zu rekonstruieren. Die Wissenschaftler haben insgesamt vier der Instrumente virtuell nachgebaut und unter anderem ein mittelalterliches Musikstück damit wiedergegeben. Auf der Website des Projekt finden sich Audio-Samples des Epigonions zum Download.

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1 Kommentar zu Grid Computing ermöglicht Reproduktion antiker Musik

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  • Am 8. September 2008 um 10:23 von Fen

    Ein Musikinstrument am Computer rekonstruiert?
    Wär es nicht einfacher gewesen das Ding einfach nachzubauen und tatsächlich zu spielen? Wenn es genug Daten gibt, damit man das am Computer nachbauen kann, dann muß es doch auch genug Daten geben das Teil tatsächlich zu bauen. Ich versteh diesen Aufwand nicht.

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