Was die IFA 2008 war – und was nicht

Die IFA in Berlin ist eine Institution unter den deutschen Messen - auch weil sie ständig ihr Gesicht verändert. Dieses Mal gab es neben LCD-Fernseher und Blu-ray-Playern auch Küchengeräte und sogar eine Razzia.

2008 hat es für die IFA mit dem neuen Besucherrekord nicht ganz geklappt. Statt 235.000 Besuchern wie 2007 kamen dieses Jahr „nur“ rund 220.000. Veranstalter und Aussteller werden diesen kleinen Rückschlag aber verkraften können, ist die IFA doch nicht nur Schaufenster, sondern auch Verkaufsraum. Und das Geschäft lief nach Angaben der Messe besser als im vergangenen Jahr: Es erreichte ein Rekordvolumen von über drei Milliarden Euro.

Für die rege Ordertätigkeit gibt es zwei Gründe: Die Zahl der Händler unter den IFA-Besuchern ist um 24 Prozent gestiegen, und zum ersten Mal gab es die sogenannte Weiße Ware – sprich Küchengeräte – zu bestaunen. Gerade diese Entscheidung des Veranstalters stieß bei vielen Kollegen aus der IT- und Unterhaltungselektronik-Branche zunächst auf Unverständnis. Dabei ist sie folgerichtig und logisch, wenn man bedenkt, wer auf der IFA alles ordert.

Man muss wissen, dass beispielsweise die einzelnen Märkte der großen Elektronikketten im Großen und Ganzen vollkommen unabhängig und frei auf dem Markt agieren und damit auch selbsttätig bestellen. Warum also nicht für diese Klientel einen One-Stop-Shop einrichten? Wenn man schon nach Berlin reist, um Fernseher, Computer, Navigations- und Hi-Fi-Geräte zu ordern, warum nicht die Weiße Ware gleich mitnehmen?

Wie man hört, waren auch einige Hersteller äußerst froh darüber, endlich ihr gesamtes Portfolio zeigen zu dürfen. Und so konnten die Fachbesucher in den abgesperrten Händlerbereichen vieler Stände zwischen Hi-Fi-Anlagen und iPod-Zubehör auch Kaffeemaschinen bestaunen.

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