Schadcode stammt zu 75 Prozent von legitimen Websites

Websense legt Sicherheitsbericht für das erste Halbjahr 2008 vor

Rund drei Viertel des im Internet kursierenden bösartigen Programmcodes stammen von legitimen Websites mit gutem Ruf. Zu diesem Fazit kommen die Websense Security Labs in ihrem Bericht über Sicherheitsrisiken aus dem Internet im ersten Halbjahr 2008.

Cyberkriminelle seien in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres verstärkt dazu übergegangen, bekannte und als vertrauenswürdig geltende Webseiten zu „besetzen“ und als Startrampe für ihre Malware zu nutzen, heißt es in dem Sicherheitsbericht (PDF). Das entspreche einem Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Von den 100 meistbesuchten Websites, darunter Facebook, Google, MySpace, Wikipedia, Youtube und andere Web-2.0-Angebote, enthielten laut Websense 60 Prozent kurzzeitig Malware oder wurden von Cyberkriminellen missbraucht. So hätten Hacker beispielsweise die URLs vertrauenswürdiger Seiten in Beschlag genommen, um Surfer zu ihren eigenen, mit Trojanern präparierten Websites zu lotsen. Bei 29 Prozent aller Web-Angriffe ging es um den Diebstahl sensibler Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen.

Einen spürbaren Anstieg der Aktivitäten verzeichneten die Websense Security Labs bei den so genannten Blended Threats – einer Kombination aus E-Mails, Trojanern und der Ausnutzung von Sicherheitslücken. Rund 77 Prozent aller E-Mails enthielten Links zu Websites, die Spam oder Trojaner verbreiteten. Das entspricht einem Anstieg um 18 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2007.

Themenseiten: Hacker, Spam, Websense

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