International aufgestellte Start-ups wachsen schneller

Studie: Exportierende Unternehmen machen im ersten Geschäftsjahr um drei Viertel mehr Umsatz als nicht exportierende

Junge deutsche Hightech-Unternehmen wagen schnell den Schritt auf internationale Märkte: Bereits in den ersten Jahren nach ihrer Gründung erzielen 31 Prozent Umsätze im fremdsprachigen Ausland. Das belegt eine heute vorgestellte Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland durchgeführt hat.

Die Studie zeigt, dass junge Hightech-Unternehmen, die international agieren, erfolgreicher sind als Start-ups, die den Schritt auf internationale Märkte nicht oder noch nicht gewagt haben. Im ersten Geschäftsjahr liegt der Umsatz von exportierenden Hightech-Unternehmen um etwa drei Viertel höher als der Umsatz von nicht exportierenden. Auch die Wachstumsrate der Umsätze liegt mit durchschnittlich 66 Prozent pro Jahr 14 Prozentpunkte über der Wachstumsrate von nicht exportierenden Unternehmen.

Hightech-Firmen mit intensiven Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) sind besser für den Weltmarkt aufgestellt. Der Anteil der exportierenden Unternehmen liegt bei Start-ups mit kontinuierlichen FuE-Aufwendungen bei 53 Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt aller Hightech-Start-ups (31 Prozent).

Doch eine strategische Vorbereitung ist Pflicht: Bei 59 Prozent der Start-ups, die in das internationale Geschäft einsteigen wollen, verpuffen die Exportbemühungen. Dies liegt häufig daran, dass die Internationalisierung nur halbherzig oder schlecht geplant angegangen wird. Erfolgreich sind Start-ups vor allem dann, wenn sie parallel auf mehrere Maßnahmen zur Eroberung neuer Märkte setzen. Neben den Besuchen internationaler Messen heißt das zum Beispiel, eigene Mitarbeiter im Ausland einzusetzen, die Produkte an ausländische Märkte anzupassen und spezielle Marketingmaßnahmen in den Zielregionen durchzuführen.

Europa ist bei der Exporttätigkeit der wichtigste Markt für junge Hightech-Unternehmen. Die deutschen Gründungen vertreiben ihre Produkte und Dienstleistungen überwiegend per Direktexport innerhalb der Europäischen Union oder in anderen europäischen Ländern und erzielen hier rund 76 Prozent aller Exportumsätze. Beinahe gleichauf mit Nordamerika (7,5 Prozent) liegt Asien mit einem Anteil an den Exportumsätzen von 6,8 Prozent. Viele Unternehmen scheinen bereits die Chancen des aufstrebenden asiatischen Marktes zu nutzen, so die Einschätzung der ZEW-Forscher.

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