Handys mit Touchscreen baut heutzutage jeder Hersteller. Für ein sinnvolles Interface auf Basis dieser Technologie braucht man aber offenbar Know-How und Erfahrung. So konnten beispielsweise die Touchscreen-Handys Armani und F700 von Samsung beide nicht überzeugen. Nun versucht es das Unternehmen mit seinem Tocco (SGH-F480) noch einmal. Zum Glück mit einer neuen Oberfläche, die TouchWiz heißt, denn schlechter konnte es kaum werden.

Samsung Tocco (SGH-F480)
Das Samsung Tocco verfügt über ein 2,8 Zoll großes Touchscreen-Display und lediglich drei mechanische Tasten.

Design und Bedienung

Nicht alles am Tocco ist jedoch neu. Das heißt in diesem Fall aber nichts Schlechtes: Der Stil des Armani-Handys hat offensichtlich auf das F480 abgefärbt. Ein großes Touchscreen-Display beherrscht die Vorderseite. Nur drei mechanische Tasten sind vorhanden: Annehmen, Auflegen und Hauptmenü.

Die Oberfläche früherer Touchscreen-Handys von Samsung machte einen düsteren, eintönigen Eindruck. TouchWiz dagegen wirkt frisch und modern. Es arbeitet auch deutlich schneller und reagiert besser als seine Vorgänger. Außerdem ist die Stärke des haptischen Feedbacks (Vibration bei Tastendruck) nun einstellbar.

TouchWiz ist für das 2,8-Zoll-Display des SGH-F480 optimiert, wie man gleich merkt. Das Layout macht einen hervorragenden Eindruck. Beim Wechsel zwischen den Bildschirmen erscheinen flotte Animationen. Wenn man etwa aus dem Hauptmenü zur Widget-Oberfläche wechselt, rotiert die Anzeige in 3D. Trotzdem wirkt die Optik nicht zu verspielt.

Die genannte Widget-Oberfläche ist vermutlich das innovativste Feature des Smartphones. Auf der linken Seite gibt es eine Art Dock, aus dem man per Drag and drop Anwendungen auf seinem Home-Screen herüberziehen kann. Darunter finden sich Applikationen wie MP3-Player oder digitale oder analoge Uhren, Spiele oder Foto-Viewer. Bis zu sieben Widgets haben gleichzeitig auf der Oberfläche Platz. So kann man häufig benötigte Anwendungen sinnvoll gruppieren.

Samsung Tocco (SGH-F480)
Im F480 verbaut Samsung ein sogenanntes kapazitives Touchscreen-Display, das deutlich besser reagiert als frühere Modelle.

Im Vergleich zu früheren Touchscreen-Handys von Samsung hat sich also einiges getan. Dennoch arbeitet das TouchWiz-Interface noch lange nicht perfekt. Wirklich langsam ist es zwar nicht, aber auch nicht so flüssig, wie es sein könnte. Gelegentlich belasten einige besonders langsame Reaktionen sogar die Nerven des Anwenders.

Auch überzeugen keinesfalls alle Programme. Von einem frisch programmierten Webbrowser etwa kann man wahrscheinlich nicht erwarten, dass er Apples Safari schlägt, aber der Samsung-Browser ist einfach schwach. Zwar zeigt das Programm Webseiten auch wie am PC an, es fehlt ihm aber an den Grundlagen. Beispielsweise gibt es keine Zoom-Funktion, die das Vergrößern von Text- und Bildbestandteilen ermöglichen würde. Zwar kann man Seiten wie auf dem iPhone per Fingerdruck verschieben, aber auch das funktioniert nicht so schnell und intuitiv wie bei der Konkurrenz.

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