Gerücht: Nvidia gibt Chipsatz-Geschäft auf

Unternehmen konzentriert sich künftig angeblich auf seine GPU-Projekte

Wie das Branchenportal Digitimes berichtet, wird Nvidia voraussichtlich sein Geschäft mit Chipsätzen einstellen. Mainboard-Partner hätten bei einem Treffen Anfang dieser Woche dem Unternehmen die weitere Unterstützung beim Entwickeln von Chipsätzen verweigert, so der Bericht. Es wird erwartet, dass Nvidia sich künftig auf sein GPU-Geschäft konzentriert und seine Chipsatzentwickler für die Mitarbeit bei GPU-Projekten heranziehen wird.

Digitimes zufolge wird der Verlust des Chipsatz-Geschäfts das Unternehmen zumindest kurzfristig unter Druck setzen. Nicht geklärt sei, wie Nvidia seine künftigen High-End-Grafikprodukte umsetzen wolle. Der Chip nForce 200 (BR04), der SLI auf Mainboards mit Intels Chipsatz X58 ermöglicht, sei von Motherboardherstellern mit wenig Begeisterung aufgenommen worden. Dies bedeute, dass Nvidia rasch einen Weg finden müsse, seine SLI-Technik zu lizensieren, andernfalls müsse das Unternehmen AMD und der Crossfire-Technologie den High-End-Grafikkartenmarkt überlassen.

Der drohende Rückzug aus dem Chipsatz-Geschäft lässt außerdem Zweifel aufkommen, ob Nvidia einen Chipsatz für Apples neues Macbook Pro entwickeln kann, wie Brancheninsider spekuliert hatten.

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2 Kommentare zu Gerücht: Nvidia gibt Chipsatz-Geschäft auf

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  • Am 2. August 2008 um 22:43 von Midnight2k7

    Nvidia dementiert Ausstieg aus Chipsatzsparte
    Wie nichts anders zu erwarten, hat sich Nvidia gestern Abend noch öffentlich zu Wort gemeldet, um zu den grassierenden Gerüchten, man würde die Chipsatzsparte fallen lassen, Stellung zu nehmen. Dabei bestätigte man aber nicht das fast schon sicher geglaubte Gerücht, das sich auf allen Hardware-Seiten binnen Stunden verbreitete, sondern bekräftigte, dass man weiterhin Nforce-Chipsätze mit großem Engangement produzieren wolle. Brian Burke, Nvidia-Sprecher, nannte an dieser Stelle drei Punkte, warum man dem Chipsatzsegment Treu bleibt:

    * Mercury Research has reported that the NVIDIA market share of AMD platforms in Q2 08 was 60%. We have been steady in this range for over two years.
    * SLI is still the preferred multi-GPU platform thanks to its stellar scaling, game compatibility and driver stability.
    * nForce 790i SLI is the recommended choice by editors worldwide due to its compelling combination of memory performance, overclocking, and support for SLI.

    Burke nennt als Argumente einerseits den konstant hohen Marktanteil bei AMD-Plattformen, der laut des Dienstes Mercury Research auch im vergangenen Quartal mit 60 Prozent über der Konkurrenz lag, andererseits betont er, dass Nforce-Platinen die Einzigen und damit Besten seien, die die Multi-GPU-Technologie SLI unterstützen würden.
    Zudem verweist er darauf, dass die Nforce 790i SLI-Platinen die weltweit Anerkanntesten in puncto Speicherperformance, Overclocking und SLI-Support wären. Dies steht allerdings etwas konträr zu den jüngsten Streichungen entsprechender Platinen von DFI, Foxconn und Gigabyte, die man zunächst als Indiz für Nvidias Ausstieg aus der Chipsatzsparte nahm und nun leer im Raum stehen.

    Aus unserer Sicht sieht es so aus, dass Nvidia vorerst einmal ein Dementi ausgesprochen hat, um die Situation nicht zum Überkochen zu bringen. Dass es nämlich Anfang der Woche Gespräche gegeben hat, die als Zwischenfazit mangelnden Support bei den Board-Partnern festhielten – und damit einen möglichen Ausstieg Nvidias aus dem Segment -, soll sich nicht leugnen lassen.
    Auch dass Burke zur Rechtfertigung eine Argumentenliste seiner Notiz beigetragen hat, zeigt, dass die Situation immer noch auf der Kippe steht. Wir werden das Thema weiter verfolgen und berichten, sobald es Neuigkeiten gibt. Vorerst dürfen die Taschentücher aber wieder in den Schrank geräumt werden.
    • Quelle: dailytech.com

  • Am 4. August 2008 um 14:50 von Mensch A.

    Völlig unglaubwürdig
    Es ist völlig unmöglich, dass NVIDIA aus dem Chipset Geschäft aussteigt.

    Aber naja, wer gut recherchierte News sucht, ist hier am falschen Ort.

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