Gerücht: Fujitsu Siemens Computers bald am Ende

Siemens kündigt Joint-Venture-Vertrag angeblich bis zum Herbst

Wie die Welt berichtet, verhandelt Siemens mit seinem japanischen Partner Fujitsu derzeit über die Zukunft des gemeinsamen Tochterunternehmens Fujitsu Siemens Computers (FSC). Nach Angaben mehrerer mit dem Vorgang vertrauter Personen wird Siemens den Vertrag mit Fujitsu vorsorglich bis zum Herbst kündigen. Was dann mit FSC geschehe, sei offen.

Die Unternehmen wollten sich zu den Informationen nicht äußern. Beide Partner müssen sich ihre je 50-prozentigen Anteile zunächst gegenseitig anbieten. Erst nach einer Ablehnung ist ein Verkauf an Dritte möglich.

Japanischen Insiderkreisen zufolge hat Fujitsu jedoch kein Interesse, den FSC-Anteil zu übernehmen. Falls Siemens sich zurückziehe, werde Fujitsu dessen Anteil im derzeitigen Marktumfeld wahrscheinlich nicht übernehmen. Die Marke Fujitsu allein trage das Geschäft in Europa nicht, wo der Erfolg billiger Modelle zu einem harten Preiskampf geführt habe.

Siemens-Chef Peter Löscher hat sich seit seinem Amtsantritt wiederholt unzufrieden über die Rendite des größten europäischen Computerherstellers geäußert. Das margenschwache Joint-Venture leidet nach Ansicht der Konzernspitze unter seiner vorrangigen Ausrichtung auf den europäischen Markt und sollte besser global aufgestellt sein.

Themenseiten: Business, FSC, Siemens

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Gerücht: Fujitsu Siemens Computers bald am Ende

Kommentar hinzufügen
  • Am 11. Juli 2008 um 19:46 von Joto Mate GutdaSai

    Wer im Glashaus sitzt….
    …. sollte nicht mit Steinen werfen….

    sonst gibt es Löcher, Herr Löscher!

    Was glaubt Siemens, wer sie sind?

    Da gibt es doch immer noch Leute, die in der Klitsche abgehoben sind?

    Es sollte besser so sein, "never change a winning team".

    Den Coach sollte man vielleicht wechseln! …..
    Gegen einen Internationalen!

  • Am 17. Juli 2008 um 13:16 von habe Recht

    Ohne Subventionen läuft bei Siemens eh nix
    ohne Hilfe des deutschen Steuermichels wäre Siemens schon vor Jahren in die Insolvenz geschlittert.
    Die haben den Sprung vom Post-Hoflieferant zu einer wettbewerbsfähigen Firma immer noch nicht geschafft.
    warum muß sich das deutsche Volk eine dermaßen unfähige Firma leisten?
    Frau Merkel: auf, die nächsten Milliarden sind fällig.

  • Am 18. Juli 2008 um 10:47 von joar

    Logisch
    .. ist das für mich.
    Hab in letzter Zeit keine brauchbaren Produkte in den Fingern gehabt. Vor einigen Jahren waren die Desktop PCs noch sehr gut abgestimmt – jetzt aber und vor allem im Notebook/Laptop-Bereich kann man das alles vergessen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *