DoubleClick: AVG-Software verfälscht Webstatistiken

Malware-Prüfung soll für Online-Werbung relevante Seitenaufrufe verursachen

DoubleClick bemängelt, dass die von Grisoft im April veröffentlichte Version 8 von AVG Internet Security in der Lage sei, Webstatistiken zu verfälschen. Die Google-Tochter kritisiert eine Funktion der Software, die Suchergebnisse im Voraus auf Malware überprüft. Da die Seiten dafür geladen werden müssen, entstehen für Online-Werbung relevante Daten wie Seitenaufrufe, obwohl kein Nutzer die Seite besucht.

Ein kürzlich veröffentlichtes Update hat laut DoubleClick die Situation sogar noch verschlimmert. „Die von der AVG-Software verursachten Abrufe können von unseren Filtern nicht identifiziert werden, da es für sie keinen eigenen User Agent gibt und sie keine HTTP-Header-Informationen enthalten“, teilte der Online-Werbevermarkter mit.

Der Google-Tochter zufolge sind nicht nur Werbedienste von diesem Problem betroffen, sondern jedes Unternehmen, das den Internetverkehr beobachtet und Webstatistiken erstellt. Bereits in der letzten Woche war Grisoft dafür kritisiert worden, dass die Webseitenprüfung zusätzlichen Traffic auslöst. Sicherheitsexperten warfen Grisoft sogar vor, dass sich die Software bei der Prüfung wie potenzielle Malware verhalte.

Themenseiten: Doubleclick, Google, Telekommunikation

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2 Kommentare zu DoubleClick: AVG-Software verfälscht Webstatistiken

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  • Am 11. Juli 2008 um 9:59 von fen

    Och, eine Dose Mitleid
    Diese aaarmen Werbe-Firmen! Die können einem doch glatt leid tun, daß ihre ach so wertvollen Statistiken verfälscht werden die sie dazu benutzen um harmlose Internetbenutzer mit stumpfsinniger und nerviger Werbung zu bombardieren. Klar, die Methode von AVG Internet Security heisse ich nicht gut. Ich finde ein voraus-abrufen mehrerer Sites (so wie auch manche Proxies schon Seiten im voraus laden, die ich eventuell ansurfen KÖNNTE) sinnlos. Bin aus unterschiedlichen Gründen gegen solche Methoden. Aber in dem Fall: diese armen armen Werbe-Bomber *snüff*

  • Am 20. Juli 2008 um 23:32 von Oliver Fehrle

    Schon zu lange geschnüffelt
    Grade recht, dass diese Statistiken verfälscht wurden. Mein Rechner gehört zu meiner Privatsphäre, solche Firmen haben nicht ohne meine Erlaubnis meine Daten zu erfassen. Sie tun es trotzdem. Wenn es also an gesetzlicher Regelung mangelt, muss man zur Selbsthilfe greifen: einfach per Firewall solche Seiten blocken, der versierte User editiert seine HOST-Datei. Virenscanner wie AVG finden und löschen zwar solche Einträge, verhindern aber nicht, dass man sich wieder solche Spione einfängt.

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