Captcha-Tests greifen nicht mehr

Website verkauft E-Mail-Adressen von Google, Yahoo und Microsoft im Dutzend an Spammer

Der unabhängige Sicherheitsberater Dancho Danchev hat vor einer Zunahme von E-Mail-Spams gewarnt, der über Nutzerkonten populärer E-Mail-Dienste verschickt wird. Ihm zufolge schaffen es immer mehr Cyberkriminelle, „Captcha„-Funktionen zu umgehen, mit denen sich Anbieter wie Google, Yahoo oder Microsoft vor der automatisierten Registrierung von E-Mail-Adressen schützen.

Danchev hat sogar eine Website entdeckt, die registrierte E-Mail-Adressen bei Googlemail, Yahoo, Hotmail und einigen russischen E-Mail-Diensten in großen Stückzahlen verkauft. „Die Captcha-Authentifizierung auszutricksen ist ein Sache, ein florierendes Geschäftsmodell für automatisch registrierte E-Mail-Adressen zu entwickeln eine andere“, schreibt Danchev in einem Blogeintrag. Seinen Ermittlungen zufolge können die Spammer pro Sekunde ein bis zwei E-Mail-Adressen anlegen.

Captcha steht für „Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart“. Durch die Verfremdung von Buchstaben und Zahlen in einem so bezeichneten Bild versuchen viele Anbieter, einen Missbrauch ihrer Dienste zu verhindern. Bei der Anmeldung eines neuen Benutzerkontos müssen die im Captcha dargestellten Zeichen eingegeben werden. Nach Angaben von Danchev sind bei Googles Captcha Erkennungsraten von fast 90 Prozent, bei Yahoo 58 Prozent und bei Microsoft über 92 Prozent möglich.

Themenseiten: Google, Microsoft, Spam, Yahoo

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