Apple-CEO wegen rückdatierter Aktienoptionen verklagt

Aktionäre verlangen Schadenersatz für Kurseinbrüche im Jahr 2006

Die Apple-Aktionäre Martin Vogel und Kenneth Mahoney haben Klage gegen Apple-Chef Steve Jobs und andere Topmanager eingereicht. Sie sollen rückdatierte Aktienoptionen gewährt haben. Die beiden Aktionäre fordern Schadenersatz, da der Kurs der Apple-Aktie im Juni 2006 um rund 14 Prozent eingebrochen war, nachdem das Unternehmen Fehler bei der Rückdatierung von Optionen eingestanden hatte.

Apple hatte zwischen 1997 und 2002 die aus der Rückdatierung entstandenen Kosten nicht korrekt verbucht und zu hohe Erträge ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2006 musste Apple deswegen seinen Gewinn um 84 Millionen Dollar nach unten korrigieren.

Frühere Untersuchungen hatten Jobs von allen Vorwürfen freigesprochen. Apple hatte immer angegeben, dass sein CEO nichts von den Vorteilen der Optionen gewusst habe und auch über die Auswirkungen auf die Bilanz nicht informiert gewesen sei.

Im November 2007 hatte ein kalifornisches Gericht eine ähnliche Klage einer New Yorker Pensionskasse mit Hinweis auf die sehr positive Entwicklung des Aktienkurses von Apple abgewiesen. Da sich der Wert der Apple-Aktie seit November 2007 weiter erhöht hat, könnte es auch für die klagenden Aktionäre schwierig werden, einen tatsächlichen Schaden nachzuweisen.

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