EU genehmigt Navteq-Übernahme durch Nokia

Handyhersteller zahlt für den Kartendatenanbieter 8,1 Milliarden Dollar

Die EU-Wettbewerbshüter haben wie vermutet grünes Licht für die geplante Übernahme des US-Kartendatenanbieters Navteq durch Nokia gegeben. Die Kommission sei zu dem Schluss gekommen, dass die Akquisition den europäischen Wettbewerb nicht erheblich beeinträchtigen werde, heißt es in einer Mitteilung.

Die Kommission folgte bei ihrer Analyse den Leitlinien für die Bewertung nichthorizontaler Zusammenschlüsse und der unlängst erlassenen Entscheidung über den Zusammenschluss von TomTom und Tele Atlas. Den Wettbewerbshütern zufolge verfolgt das neue Unternehmen „wahrscheinlich keine Verdrängungsstrategie gegenüber seinen Konkurrenten“. Den Möglichkeiten, Konkurrenten den Zugang zu Kartendatenbanken zu verwehren, seien durch die Präsenz des Wettbewerbers Tele Atlas Grenzen gesetzt.

Der Kauf hat nach Ansicht der Kommission auch keine negativen Auswirkungen auf andere Mobiltelefonhersteller. Sie könnten weiterhin mit Nokia konkurrieren, indem sie mit unabhängigen Entwicklern von Navigationsanwendungen zusammenarbeiteten oder andere Komponenten ihrer Geräte weiterentwickelten, teilte Brüssel mit.

Nokia hatte Anfang Oktober 2007 seine Pläne bekannt gegeben, den Spezialisten für Navigationsdaten für 8,1 Milliarden Dollar oder 78 Dollar pro Aktie zu übernehmen. Im März hatte die EU eine genaue Prüfung des Zusammenschlusses hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf den Markt für Navigationsgeräte angekündigt.

Themenseiten: Business, Nokia, navteq

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