Maxdata stellt Insolvenzantrag

Restrukturierungsplan konnte Verluste nicht reduzieren

Die Maxdata AG aus dem nordrhein-westfälischen Marl hat heute beim Amtsgericht Essen einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Das als Computerhersteller und für seine Monitormarke Belinea bekannte Unternehmen befand sich bereits seit längerem in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Häufige Führungswechsel und die Restrukturierung des Produktportfolios waren der äußere Ausdruck dieser Probleme.

Der Vorstand macht den hohen Wettbewerbsdruck und den massiven Preisverfall in der IT-Branche für den Insolvenzantrag verantwortlich. Nun gelte es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern und die beiden Marken Maxdata und Belinea zu erhalten. Für das Unternehmen arbeiten rund 1000 Menschen.

Bei seinem Kampf um das Überleben hatte die traditionell eher auf das Unternehmensgeschäft konzentrierte Maxdata AG Ende 2006 mit der geplanten Übernahme der Marke Yakumo versucht, auch im Consumergeschäft Fuß zu fassen. Diese Pläne wurden jedoch durch die Yakumo-Insolvenz im Januar 2007 zunichte gemacht.

Mit Maxdata geht dieses Jahr bereits das zweite deutsche Traditionsunternehmen aus der Computerbranche in Insolvenz. Erst im April musste die Lintec AG nach jahrelangem zähen Ringen ebenfalls endgültig aufgeben.

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