Analysten: iPhone 3G ist nicht businesstauglich

Sicherheitsfunktionen und Gruppenrichtlinien fehlen

Während Apple die Businesstauglichkeit seines Smartphone-Modells iPhone 3G betont, stehen Analysten dem skeptisch gegenüber und empfehlen Unternehmen, noch zu warten, bevor sie das es als Endgerät für ihre Mitarbeiter einführen. Jack Gold, Analyst beim US-Beratungsunternehmen J. Gold Associates nennt als Grund einige Einschränkungen des Handys, die es untauglich für den Einsatz im Geschäftsumfeld machen. Als wichtigstes Argument führt er das Fehlen einer nativen Datenverschlüsselung an. Dadurch seien bei Verlust oder Diebstahl alle am Gerät gespeicherten Daten gefährdet.

Des weiteren bemängelt Gold fehlende Einstellungen zum Geräte-Management sowie Enduser-Policies. Firmenrichtlinien wie die verpflichtende Deaktivierung der Kamera könnten nicht umgesetzt werden. Außerdem falle es IT-Verantwortlichen schwer, das Gerät zu verwalten oder Anwendungen zu installieren. Laut Gold ist weder der Weg, Applikationen über den AppStore zu verbreiten, noch die Möglichkeit, Software via iTunes auf das Gerät zu spielen, eine für Unternehmen akzeptable Lösung.

Auch Martin Gutberlet, Mobilfunkexperte bei Gartner, empfiehlt Firmen, mit der Anschaffung des iPhone zumindest so lange zu warten, bis die Software gründlich geprüft ist. „Apple hat mit seinem Konzept die Nutzbarkeit für Endgeräte revolutioniert“, so Gutberlet. Jedoch stehe das Unternehmen noch vor einem langen Weg, bevor es sich im Geschäftskundenbereich etablieren könne. „Es geht nicht um ein Handy oder Smartphone allein, sondern um den Gesamtansatz, Firmen mobil zu machen.“

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ZDNet-Themenschwerpunkt: iPhone

Das Apple-Handy ist eines der bekanntesten und am meisten diskutierten Mobiltelefone. Mit seinem innovativen Konzept hat es die jüngste Smartphone-Generation beeinflusst. Das iPhone-Special beleuchtet alle Aspekte des Telefons mit Tests, Praxis-Artikeln und Nachrichten.

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5 Kommentare zu Analysten: iPhone 3G ist nicht businesstauglich

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  • Am 24. Juni 2008 um 11:54 von Ichmöchtegerneanalystwerden

    Ich möchte auch Analyst werden"
    Keine Ahnung haben, diese öffentlich Kundtun und dafür richtig fette Gehaltsschecks einstreichen…

    1. Da das iPhone ein Computer mit OS X Betriebssystem ist, wo tausende Entwickler mit den kostenlosen Entwicklungswerkzeugen für jeden Anspruch eine Software für das iPhone programmieren können ist auch eine Verschlüsselungssoftware kein Problem. Zudem sollen in großen Unternehmen auch eigene Applikationen für die gewünschten Anforderungen leicht programmierbar sein.

    Daher auch wenn es sich hier um einen Analysten handelt: Frei nach Dieter Nuhr "Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten"

    • Am 25. Juni 2008 um 7:04 von Irgendwer

      AW: Ich möchte auch Analyst werden
      > "Keine Ahnung haben, diese öffentlich Kundtun und dafür richtig fette Gehaltsschecks einstreichen …"

      Den Teil mit "keine Ahnung haben" bekommst du ja schon hervorragend hin.

      > "1. Da das iPhone ein Computer mit OS X Betriebssystem ist"

      Du solltest nicht die Werbelügen von Apple glauben sondern dein Hirn einschalten. das iPhone hat ein eigenes Betriebssystem, dass sich in vielen entscheidenenden Punkten von Mac OS X unterscheidet.

      > Daher auch wenn es sich hier um einen Analysten handelt: Frei nach Dieter Nuhr "Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten"

      Schade dass du dich selbst nicht daran hältst.

  • Am 24. Juni 2008 um 22:25 von 52

    Analysten: iPhone 3G ist nicht businesstauglich
    Das habe ich schon lange vorausgesagt.

    By bye Apple … Hallo Android!

  • Am 25. Juni 2008 um 16:16 von R.R.

    iPhone fürs Business? Lachhaft.
    Ich habe mir so ein iPhone neben dem Blackberry zugelegt. Ein archaischeres Gerät als das iPhone geht gar nicht mehr. Keine Polemik, aber: kein copy/paste, keine Forward von SMS, keine Möglichkeit in dem Ach-so "richen HTML" Emailing eine/seine professionelle Signatur einzurichten. Ich könnte ewig weiter machen. Mein iPhone steckt mittlerweile im Music-Interface von meinem Audi als iPod. Kompletter Müll. Und sehr enttäuschend für einen Early Adopter und Macianer seit 20 Jahren. RR

  • Am 25. Juni 2008 um 16:45 von Hubert Moik

    Halloooo….aufwachen!!!!
    Hallo Leute, manchmal habe ich das Gefühl, hier sind alle Nerds ;-)

    iPhone für das Business…den Arbeitgeber möchte ich sehen, der seine Mitarbeiter erstmal wochenlang mit dem Ding rumspielen lässt…

    Ein Beispiel hierzu: Bei meiner Bank in den USA (Silicon Valley Bank) schalten die Admins auf den Geräten der Mitarbeiter (XDAs) SMS ab!
    Soll ich den Satz nochmal wiederholen? OK:

    Bei meiner Bank in den USA schalten die Admins auf den Geräten der Mitarbeiter SMS ab!

    Warum machen die das?

    Weil es genau drei Funktionen gibt, für die ein Business-Handy herhalten soll:

    1. wie überraschend: Telefonieren (Erreichbarkeit)

    2. Email (Erreichbarkeit zu jeder Zeit – erste Arbeitgeber fangen an, dafür einen Ausgleich zu zahlen!)

    3. Kalender (inkl. Synchro – natürlich mit MS Outlook, was wieder an den Admins zweifeln lässt)

    Da wird sich wohl jeder sein iPhone doch erstmal privat leisten müssen…

    HARTE ZEITEN für verwöhnte Business-Anwender(-Angestellte)!

    Man mag merken, dass ich Arbeitgeber bin ;-) …und das im SMS-Business *lol*

    Grüße an die Gemeinde!

    Hubert

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