Neue Top-500-Liste der Supercomputer veröffentlicht

Deutschland nach USA auf Platz zwei, Intel macht Boden gut

Auf der neuesten, während der Supercomputing-Konferenz in Dresden veröffentlichten Liste der Top-500-Superrechner nimmt Deutschland gemessen an der Rechenleistung hinter den USA den zweiten Platz ein – auch wenn es bei der Zahl der in der Liste aufgenommenen Rechner in der Nationenwertung hinter Großbritannien erst an dritter Stelle kommt. Auf Platz vier folgt Frankreich. In den USA stehen 257 Superrechner, in Großbritannien 53, in Deutschland 46 und in Frankreich 34 Systeme.

Unter den Herstellern führt ganz klar IBM. 42 Prozent der Top-500-Supercomputer stammen von Big Blue. HP konnte 183 Systeme in der Liste platzieren (36 Prozent). Auf Platz drei und vier folgen Dell (5,4 Prozent) und SGI (4,4 Prozent).

Den oberen Bereich der Top-500-Liste dominiert IBM ebenfalls recht deutlich: Die drei ersten Plätze gehen an diesen Hersteller. Roadrunner ist als erster Petaflops-Rechner das schnellste System. Auf dem zweiten Platz liegt jetzt Blue Gene/L, der seit November 2004 die Liste anführte, auf Platz drei das IBM-System des Argonne National Laboratory.

Das erste System, das nicht von Big Blue kommt, ist auf Rang vier Sun Microsystems Sunblade x6420, genannt „Ranger“, im Texas Advanced Computing Center. Rang fünf belegt der Cray XT4 „Jaguar“ im Oak Ridge National Laboratory.

Auf Rang 6 folgt das erste außerhalb der USA aufgestellte System. Es ist der IBM-Rechner Blue Gene/P des Forschungszentrums Jülich. Der „Jugene“ genannte Rechner schafft rund 167 Teraflops.

In die Top-Ten der aktuellen Liste schaffte es auch wieder ein Rechner aus Indien. Er steht in den Computational Research Laboratories in der westindischen Stadt Pune. Das Forschungslabor ist ein Tochterunternehmen der Tata-Gruppe. Es handelt sich um einen Cluster aus BL460c-Systemen von Hewlett-Packard, der eine Leistung von 132,8 Teraflops erreicht. Damit schaffte er es auf Platz acht.

75 Prozent der Systeme in den Top 500 verlassen sich inzwischen auf CPUs von Intel. In der vor sechs Monaten veröffentlichten dreißigsten Top-500-Liste waren es erst 70,8 Prozent gewesen. Auf dem Vormarsch sind auch Quadcore-Systeme. 283 Supercomputer und damit über die Hälfte der Top-500 verwenden bereits Vierkernprozessoren. 203 arbeiten noch mit Dualcore. Ebenfalls interessant: Drei Systeme basieren auf IBMs Cell-Prozessor, der auch in der Playstation Verwendung findet.

Themenseiten: Hardware, Supercomputing

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