Studie: Anwender in kleinen Unternehmen sind risikobereiter

Großkonzerne werden seltener mit Spam- und Phishing-Angriffen konfrontiert

Trend Micro hat die Ergebnisse einer Studie zum Anwenderverhalten in kleinen Unternehmen vorgestellt: In Deutschland, Großbritannien, den USA und Japan zeigten Angestellte eine geringere Sensibilisierung für Sicherheitsfragen und gleichzeitig eine höhere Bereitschaft zu risikoreichen Aktivitäten wie dem Besuch nicht geschäftsbezogener Webseiten oder Social-Networking-Plattformen.

32 Prozent der Mitarbeiter kleiner Unternehmen aus Großbritannien gaben beispielsweise an, schon einmal ausführbare Dateien heruntergeladen zu haben. In Deutschland ist das Abrufen persönlicher E-Mails die beliebteste nicht arbeitsbezogene Online-Aktivität: 70 Prozent aller Angestellten kleiner Unternehmen tun dies während der Arbeitszeit, in Großunternehmen hingegen nur 59 Prozent.

In allen von der Studie erfassten Ländern werden Endanwender in kleinen Unternehmen häufiger mit Spam konfrontiert: Unerwünschte Nachrichten wurden in Deutschland von 83 Prozent, in den USA von 82 Prozent, in Großbritannien von 80 Prozent und in Japan von 73 Prozent der Angestellten gemeldet.

In Großbritannien leiden kleine Unternehmen häufiger unter Phishing-Angriffe. Die Anzahl der registrierten Attacken ist seit 2005 stetig gestiegen. Im laufenden Jahr gaben 50 Prozent der Endanwender an, mit Phishing in Berührung gekommen zu sein.

Sowohl in den USA als auch in Japan sind Endanwender in kleinen Unternehmen häufiger von Spyware betroffen: In den USA wurde Spyware von 36 Prozent der Angestellten und in Japan von 17 Prozent gemeldet (größere Unternehmen: 26 beziehungsweise 10 Prozent).

In allen untersuchten Ländern verfügen kleine Unternehmen mit geringerer Wahrscheinlichkeit über definierte Sicherheitsrichtlinien. Dies ist eine mögliche Erklärung für die auffallend niedrige Sicherheitssensibilisierung von Anwendern in entsprechenden japanischen Firmen: Nur 33 Prozent der Befragten waren nach eigener Aussage darüber informiert, welche Unternehmensdaten als vertraulich gelten. In größeren japanischen Unternehmen konnten diese Frage hingegen 46 Prozent der Anwender beantworten.

Für Deutschland, Großbritannien und die USA bezeichnet „kleine Unternehmen“ im Rahmen der Studie Organisationen mit weniger als 500 Mitarbeitern. Für Japan werden „kleine Unternehmen“ als Organisationen mit weniger als 250 Mitarbeitern definiert. Insgesamt wurden 800 Anwender aus Deutschland, Großbritannien, den USA und Japan befragt.

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