EU plädiert für offene IT-Standards

Wettbewerbshüterin Neelie Kroes führt Microsoft als negatives Beispiel an

Die Euopäische Kommission will sich verstärkt für offene Standards und Interoperabilität einsetzen. Dies sagte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes im Rahmen des OpenForum Europe in Brüssel. Die Kommission will damit verhindern, dass sich europäische Regierungen in Abhängigkeit zu einzelnen Anbietern oder Technologien begeben.

„Für alle zukünftigen IT-Projekte und Beschaffungsmaßnahmen wird die Kommission die Verwendung von offenen und gut dokumentierten Standards empfehlen“, sagte Kroes. „Interoperabilität ist ein wichtiges Thema für die Kommission. Etablierte und offene Standards spielen dabei eine Schlüsselrolle.“

Kroes nahm auch Bezug auf das Kartellverfahren gegen Microsoft: „Wir alle wissen, dass die Kommission beim Wettbewerb in einigen Technologiemärkten Probleme festgestellt hat. Niemals zuvor musste die Kommission zwei Geldstrafen in einem Kartellverfahren verhängen.“

Brüssel hatte 2004 über 600 Millionen Dollar von Microsoft verlangt, weil das Unternehmen seinen Mitbewerbern Informationen über Servertechnologien vorenthalten hatte. Im Februar verhängte die Kommission ein weiteres Bußgeld in Höhe von 900 Millionen Dollar, weil Microsoft die vier Jahre zuvor festgelegten Auflagen nicht erfüllt hatte.

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