ISO verschiebt Veröffentlichung des OOXML-Standards

Prüfung von vier Beschwerden kann mehrere Monate dauern

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) und die Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) haben auf die Beschwerden von vier ihrer Mitglieder reagiert und die Veröffentlichung des überarbeiteten Standards für Office Open XML (OOXML) verschoben. Brasilien, Indien, Südafrika und Venezuela wollen mit ihren Einsprüchen erreichen, dass dem Microsoft-Dokumentenformat der ISO-Standard wieder aberkannt wird. Die Beschwerdeführer beklagen, dass im Rahmen des für OOXML verwendeten Schnellverfahrens nicht alle technischen Einwände beraten wurden.

Nach Auskunft der ISO prüfen die Generalsekretäre der beiden Organisationen die Beschwerden bis Ende Juni und leiten diese dann, zusammen mit ihren Kommentaren, an das Technical Management Board der ISO und das Standardization Management Board der IEC weiter. Die beiden Gremien sollen dann entscheiden, ob die Beschwerden verfolgt werden sollen. Für den Fall, dass die Einsprüche anerkannt werden, kündigte die ISO gemäß ihrer Satzung ein Schlichtungsverfahren an, das mehrere Monate dauern kann.

Ende März hatte die ISO im zweiten Anlauf den Standard ISO/IEC DIS 29500 verabschiedet. Kurz darauf waren bereits Beschwerden über das Wahlverfahren eingegangen, die aber keinen Einfluss auf die Anerkennung des Standards hatten.

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