FTC leitet offizielles Kartellverfahren gegen Intel ein

Anhörung soll Vorwürfe zu unlauteren Wettbewerbspraktiken klären

Die US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) hat nach informellen Voruntersuchungen nun ein offizielles Kartellverfahren gegen Intel eingeleitet. Es soll festgestellt werden, ob Intel seine dominante Marktposition missbraucht hat und mit unlauteren Wettbewerbspraktiken gegen Konkurrenten vorgegangen ist.

In einer Erklärung bestätigte Intel die Eröffnung des Verfahrens und den Erhalt einer Vorladung für eine Anhörung. Man habe bereits seit 2006 die FTC bei ihren Ermittlungen unterstützt und tausende Dokumente bereitgestellt, so das Unternehmen. Mit der Einleitung eines offiziellen Verfahrens kann die FTC nun auch Dokumente bei anderen Unternehmen einsehen. „Wir glauben, dass unsere Geschäftspraktiken den US-Gesetzen entsprechen. Die Beweise für die harte Konkurrenz auf dem Chipmarkt sind eindeutig“, sagte Intel und nannte als Beispiel den Preisverfall für Mikroprozessoren von 42,4 Prozent zwischen 2000 und 2007.

Die Liste der Staaten, die Intel mögliche Wettbewerbsvergehen vorwerfen, wird immer länger. In der gleichen Sache ermitteln bereits der US-Bundesstaat New York und die Europäische Kommission.

Zuletzt hatte Südkorea eine Geldstrafe von 25 Millionen Dollar gegen Intel verhängt. Parallel dazu läuft die von AMD angestrengte Kartellklage gegen Intel, deren Eröffnung das zuständige Gericht Ende letzter Woche auf Februar 2010 verschoben hatte.

Themenseiten: AMD, Business, Intel

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