Erster Supercomputer knackt die Petaflop-Grenze

IBMs Roadrunner erreicht doppelte Leistung des bisherigen Rekordhalters BlueGene/L

Der im US-Rüstungsforschungszentrum Los Alamos National Laboratory (LANL) stationierte Supercomputer Roadrunner hat die Rekordmarke von mehr als einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde gebrochen. Laut einer Meldung der New York Times erreichte der Superrechner aus dem Hause IBM mit 1,026 Petaflops mehr als die doppelte Leistung des bisherigen Rekordhalters, des IBM BlueGene/L vom Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL).

Der rund 133 Millionen Dollar teure Supercomputer soll anfänglich für rein zivile Zwecke wie Klimaberechnungen eingesetzt werden. Die größere Rechenleistung des Roadrunners ermöglicht Wissenschaftlern, Klimamodelle mit einer höheren Genauigkeit zu berechnen. Im Anschluss soll der Supercomputer in einen abgeschlossenen Bereich verlegt und für rein militärische Zwecke wie der Simulation des Alterungsprozesses von Atomraketen genutzt werden.

Um die Rechenleistung von 1,026 Petaflops zu erreichen, haben Forscher von IBM und des LANL jeweils rund 16.000 Opteron-Kerne und PowerXCell-8i-Prozessoren miteinander gekoppelt. In der Theorie liefern die Opterons dabei rund 50 Teraflops und die Cell-Prozessoren bis zu 1,4 Petaflops.

Bei der für Ende Juni angesetzten Veröffentlichung der nächsten Top-500-Liste der Supercomputer wird Roadrunner wohl noch keine Berücksichtigung finden. Der Anmeldeschluss für die alle sechs Monate aktualisierte Liste war am 15. April abgelaufen.

Themenseiten: Hardware, IBM, Supercomputing

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