Rechtsstreit zwischen AMD und Intel auf 2010 vertagt

Beide Parteien benötigen mehr Zeit für die Befragung von über 250 Zeugen

Das Bezirksgericht von Delaware hat den Prozessauftakt für die von AMD gegen Intel eingereichte Wettbewerbsklage auf Februar 2010 verschoben. Dies hatten beide Parteien beantragt. Der eWeek zufolge geht das aus einer Entscheidung des vorsitzenden Richters Joseph Farnan und des Special Masters Vincent Poppiti hervor.

Durch die Verschiebung des Prozessauftaktes von April 2009 auf Februar 2010 wollen beide Parteien mehr Zeit gewinnen, um weitere Befragungen durchzuführen und Zeugenaussagen entgegenzunehmen. Kernpunkt der von AMD im Jahr 2005 eingereichten Klage sind Vorwürfe, wonach Intel seine marktbeherrschende Stellung missbraucht haben soll, um AMD mit unfairen Praktiken aus dem Markt zu drängen. Aufgrund ähnlicher Vorwürfe hat die Korea Fair Trade Commission (KFTC) Intel in Südkorea zu einer Geldstrafe von 25 Millionen Dollar verurteilt.

Bereits 2007 musste das Verfahren verschoben werden, als bekannt wurde, dass Intel Dokumente und E-Mails, die als mögliche Beweismittel galten, vernichtet hatte. In einer weiteren Anklageschrift erhob AMD Mitte Mai erneut Vorwürfe gegen den Konkurrenten.

Nach Angaben von Poppiti und Farnan müssen nun noch mehr als 250 Zeugen verhört werden. Anwälte von AMD und Intel erklärten, sie hätten für den Fall bisher mehr als 150 Millionen Dokumente zusammengetragen.

Themenseiten: AMD, Business, Intel

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