Speicheroffensive von HP

HP will mit dem StorageWorks 9100 Extreme Data Storage System Firmen ansprechen, die rasch steigende Mengen an filebasierten Daten sichern müssen. Die kleinste Konfiguration bietet 246 TByte, die größte 820 TByte.

HP bringt mit dem HP StorageWorks 9100 Extreme Data Storage System (kurz HP ExDS9100) im vierten Quartal 2008 ein leicht ausbaubares Speichersystem mit hoher Kapazität auf den Markt. Zu einem vergleichsweise günstigen Preis bekommen Unternehmen damit eine Komplettlösung für wenig komplexe Anwendungsfälle. Damit will sich der Anbieter neue Kundengruppen erschließen und für die Anforderungen der Web-2.0-Ära vorbereitet sein.

Web 2.0 bedeute aus Speichersicht vor allem den Wandel hin zu filebasierten Daten, erklärt Guido Klenner, Business Manager Enterprise Solutions in der Storageworks-Division von HP – also zur Übertragung von ganzen Dateien statt nur von Blöcken aus Datenbanken. Dieser Umschwung sei bereits in vollem Gange, meint Klenner, und zitiert dazu Zahlen des Marktforschungsunternehmens IDC. Demnach soll die Menge der als Dateien abgespeicherten Daten noch 2008 die der blockbasierten übertreffen. In Zukunft, so IDC, könnte sich das Verhältnis sogar bis zu 90 zu 10 verschieben.

Wachstumstreiber sind dabei digitale Bilder und Filme sowie digitale Musik – die aber weniger von Firmen als von Einzelnutzern erstellt oder zumindest kopiert werden und dann in Online-Bildergalerien, Social Networking Sites, Blogs, Webseiten oder File-Sharing-Seiten abgelegt werden.

Dadurch entstehen zwar große Datenmengen, die aber im Vergleich zu bisherigen Speicheranforderungen in Unternehmen unkritisch sind. Schließlich haben die Nutzer an die oft sehr günstigen oder kostenlosen Dienste nicht dieselben Ansprüche hinsichtlich Verfügbarkeit und Datensicherheit wie eine Bank an ihre Transaktionsdaten.

Um einen günstigen Preis zu erreichen, setzt HP weitgehend auf bereits vorhandene Komponenten, die lediglich neu kombiniert und bestmöglich aufeinander abgestimmt werden. Außerdem wirft der Hersteller seine Marktmacht bei Plattenspeichersystemen in die Waagschale: Laut IDC lieferte HP im vierten Quartal 2007 mehr Disk-Storage-Systeme aus als die acht bedeutendsten Wettbewerber zusammen und verkaufte auch gemessen in Terabyte die meisten Disk-Storage-System.

Auch im NAS-Markt sieht IDC den Hersteller an der Spitze. Die großen Abnahmemengen würden sich natürlich auch in besseren Preisen bei den Lieferanten niederschlagen, lässt HP durchblicken – und die wolle man beim HP ExDS9100 weitgehend an die Kunden weitergeben. Einen genauen Preis wird HP aber erst bekanntgeben, wenn das System im vierten Quartal dieses Jahres dann lieferbar ist.

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