Belgische Verleger fordern erneut Schadenersatz von Google

Im September soll über Strafzahlungen von bis zu 49 Millionen Euro entschieden werden

Einem Bericht der Associated Press zufolge hat der belgische Zeitungsverband Copiepresse erneut Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe an Google gerichtet. Bei einem Gerichtstermin im September soll entschieden werden, ob der Suchanbieter zwischen 32,8 und 49,2 Millionen Euro zahlen muss. Copiepresse wirft Google vor, mit Sucherergebnissen unerlaubt auf die Online-Angebote belgischer Zeitungen zu verweisen.

Google-Sprecher Gabriel Stricker erklärte, sein Unternehmen habe bisher keine Vorladung für diesen Termin erhalten. „Wir sind davon überzeugt, dass Googles Internet- und Nachrichtensuche legal sind und wir die Urheberrechte von Copiepresse nicht verletzt haben“, erklärte Stricker. „Deswegen gehen wir auch gegen die Entscheidung des Gerichtes vom Februar 2007 vor. Die erneuten Schadenersatzforderungen erachten wir als unbegründet.“ Weitere Details wollte Stricker mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren nicht nennen.

Copiepresse hatte Google bereits 2006 wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt. Im Februar 2007 urteilte ein belgisches Gericht in erster Instanz, dass Google kein Recht habe, Auszüge aus den Nachrichtenseiten belgischer Zeitungen anzuzeigen. Nachdem Google gegen dieses Urteil Berufung eingelegt hatte, waren beide Parteien im April letzen Jahres zu einer Einigung gekommen. Unklar ist, was nun die erneuten Schadenersatzforderungen von Copiepresse ausgelöst hat.

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