Musikindustrie zieht Klage gegen AllofMP3.com zurück

RIAA gibt sich mit der Schließung des Online-Shops zufrieden

Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat ihre Klage gegen die Betreiber des russischen Online-Musikhändlers AllofMP3.com zurückgezogen. Gründe für den Klageverzicht nannte der US-Musikverband jedoch nicht.

„Die Seite ist gelöscht, und der Online-Shop existiert nicht mehr. Das kann als Ergebnis einer erfolgreichen Initiative gegen Musikpiraterie angesehen werden“, sagte RIAA-Sprecher Jonathan Lamy gegenüber Bloomberg.

In der im Dezember 2006 eingereichten Klageschrift hatte die Musikindustrie AllofMP3.com als „notorischen Schwarzmarkt“ bezeichnet, der jährlich 30 Millionen Dollar erwirtschafte, ohne Geld an die Plattenfirmen abzuführen. An der von Sony BMG initiierten Klage hatten sich auch die Plattenfirmen Warner Music Group, Vivendi und EMI beteiligt.

Bis zur Schließung im Juli 2007 hatte AllofMP3.com an etwa 5,5 Millionen Kunden Musikdateien zu Preisen zwischen 10 und 20 US-Cent pro Titel verkauft. Die Forderung nach Zahlung von Gebühren an die westliche Musikindustrie hatte der Betreiber der Website, MediaServices LLC, stets mit der Begründung abgelehnt, das Unternehmen führe bereits Abgaben an die russische Verwertungsgesellschaft ROMS ab.

Die im August angekündigte Wiedereröffnung des Shops blieb bis heute aus. Im selben Monat hatte ein russisches Gericht den Inhaber Denis Kwasow vom Vorwurf der Urheberrechtsverletzung freigesprochen.

Themenseiten: EMI, Sony BMG, Telekommunikation, Warner Music

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