AMD setzt auf Multi-GPU-Grafikkarten

Kombination mehrerer Grafikprozessoren soll Leistungsfähigkeit erhöhen

Im Gegensatz zum Mitbewerber Nvidia will AMDs Grafikabteilung ATI bei zukünftigen Entwicklungen nicht auf einzelne große Chips setzen. Stattdessen kündigte Matt Skynner, Vizepräsident für das Marketing der Grafikchip-Sparte, kleine und energieeffiziente Multi-Chip-Lösungen an.

„In der X2-Serie haben wir zwei Chips auf einer Grafikkarte verbaut“, sagte Skynner. „Wir halten dies für eine deutlich bessere Strategie als einzelne, große und kostspielige Chips, die viel Strom verbrauchen und nur für einen kleinen Teil des Marktes von Interesse sind.“ AMD werde GPUs für den Massenmarkt entwickeln und deren Leistungsfähigkeit durch die Kombination mehrerer Grafikprozessoren erhöhen.

Nvidia hingegen verteidigt seine Strategie, die auf große Ein-Chip-Lösungen setzt. „Wenn man zwei Chips zusammensetzt, benötigt man einen weiteren Chip als Verbindung, damit die beiden Chips miteinander kommunizieren können“, sagte Ujesh Desai, General Manager für die GeForce-Produkte bei Nvidia. Auch benötige jeder Chip seinen eigenen Grafikspeicher, was die Effizienz von mehreren Grafikchips weiter reduziere.

Nach Ansicht von Desai ist die Entwicklung von Highend-Grafikchips vor allem auch eine Kostenfrage. „ATI hat nicht mehr das Geld, um Highend-Chips zu entwickeln. Wenn es um den leistungsfähigsten Chip geht, dann gibt es keinen zweiten Platz. Wenn man die benötigte halbe Milliarde Dollar investiert, muss man auch sicher sein, dass man gewinnt“, erklärte Desai. „Entweder du gewinnst oder du investierst erst gar nicht.“

Themenseiten: AMD, Grafikchips, Hardware, Nvidia

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