Experte warnt vor Lecks im Mobilfunkstandard GSM

"Position eines Anrufers kann mit geringem Aufwand ermittelt werden"

Auf der Sicherheitskonferenz LayerOne hat ein Experte den Mobilfunkstandard GSM als zu unsicher bezeichnet, um darüber persönliche Telefonate zu führen. Mit geringem technischen Aufwand soll es unter anderem möglich sein, den Aufenthaltsort eines Anrufers zu bestimmen.

„Die Leute sollten wissen, dass GSM nicht sicher ist, und sie sollten nicht über sensible Themen reden, wenn sie GSM verwenden“, sagte David Hulton, der den für die Verschlüsselung von Handygesprächen genutzten Algorithmus geknackt hat. Für rund 900 Dollar könne man die Ausstattung kaufen, die zusammen mit freier Software benötigt werde, um den Datenverkehr in einem GSM-Netzwerk mitzuschneiden. „Es lassen sich alle Mobiltelefone erkennen, die mit einer Basisstation verbunden sind. Man kann auch feststellen, in welcher Entfernung sich jemand zur Basisstation aufhält.“

David Bryan, leitender Berater beim Sicherheitsunternehmen Netspi, wies zudem auf Probleme bei der Verwendung von Voice over IP (VoIP) hin. Seiner Ansicht nach bieten viele Provider „wenig oder gar keine Sicherheit“.

Bryan demonstrierte, wie man sich in ein Internettelefonat einklinken und ein Gespräch automatisch mitschneiden kann. Als positives Beispiel nannte der Experte Skype, das eine proprietäre Technologie für die Verschlüsselung von Telefonaten über das Internet einsetzt.

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Elinor Mills, Stefan Beiersmann
Autor: Elinor Mills, Stefan Beiersmann
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