Microsoft ermöglicht virtuelle Weltraumerforschung zum Nulltarif

WorldWide Telescope verwendet Aufnahmen verschiedener Teleskope

Microsoft hat heute die öffentliche Betaphase von WorldWide Telescope (WWT) gestartet. Die Rich-Web-Applikation erlaubt es Nutzern, auf dem PC den Weltraum zu erforschen. Grundlage für die virtuelle Weltraumerkundung bilden Bildern und Daten, die in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen wie der NASA zusammengetragen wurden. Entwickelt wurde WWT von Microsoft Research.

„Das WorldWide Telescope ist ein leistungsfähiges Werkzeug für die Wissenschaft und die Bildung, das es jedem ermöglicht, das Universum zu erforschen“, sagt Microsoft-Chairman Bill Gates. Das WWT ist eine Mischung aus Software und Web-2.0-Service, die Microsofts Visual Experience Engine nutzt. Anwender erhalten die Möglichkeit, die Sicht durch verschiedene Teleskope zu nutzen, darunter beispielsweise das Hubble Space Telescope und das Röntgenteleskop Chandra.

Ansichten in verschiedenen Spektralbereichen sind möglich, was die Darstellung von Strukturen erlaubt, die im optischen Bereich nicht sichtbar wären. Die Position der Planeten am Himmel kann ebenso angezeigt werden wie Panoramaaufnahmen, die bei NASA-Missionen etwa vom Mars gewonnen wurden. Auch Erdansichten aus dem Weltraum sind Teil des Gesamtpakets.

„Es geht bei diesem Service besonders darum, junge Menschen in der Ausbildung anzusprechen und für das Thema Astronomie zu interessieren“, so Microsoft-Sprecher Thomas Lutz. Auch Hobbyastronomen und generell einem breiteren Publikum ermögliche WWT einen einfachen Zugang zu wissenschaftlichen Inhalten.

Wie Google Sky, das ebenfalls Möglichkeiten zur Weltraumerkundung bietet, steht auch die WWT-Software als kostenloser Download zur Verfügung. Zur Nutzung sind Windows XP ab Service Pack 2 oder Vista und das .NET Framework 2.0 oder höher erforderlich. Die Hardwareanforderungen erfüllt aber nicht jeder: ein Intel-Core-2-Duo-Prozessor mit 2 GHz, 2 GByte Hauptspeicher und eine 3D-Beschleunigerkarte mit 256 MByte VRAM werden empfohlen.

Themenseiten: Microsoft, Software, Telekommunikation

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