Microsoft legt Berufung gegen EU-Rekordstrafe ein

Softwarekonzern fordert Annulierung des Bußgeldes in Höhe von 899 Millionen Dollar

Microsoft will gegen das am 27. Februar von der EU-Kommission verhängte Rekord-Bußgeld in Höhe von 899 Millionen Dollar vorgehen. Der Softwarekonzern hat nach eigenen Angaben am 9. Mai beim EU-Gericht Erster Instanz einen Antrag auf die Annulierung der Entscheidung gestellt.

Die Auseinandersetzungen zwischen der EU-Kommission und Microsoft gehen damit in eine neue Runde und dürften sich noch jahrelang hinziehen. Das Unternehmen war mit der Rekordstrafe belegt worden, weil es bis Oktober 2007 ungerechtfertigte Lizenzgebühren für technische Informationen berechnet und damit früheren EU-Sanktionen aus dem Jahr 2004 zuwidergehandelt hatte. Zuvor hatte die EU-Kommission den Konzern wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung bereits zu einem Bußgeld von rund 500 Millionen Euro verurteilt.

Im Januar dieses Jahres hatte Brüssel weitere Untersuchungen eingeleitet. Sie sollen klären, ob Microsoft den Internet Explorer illegal kostenlos zusammen mit Windows ausliefert und ob das Unternehmen Informationen zu eigener Software anderen Firmen vorenthält, die ihre Produkte an Microsoft-Programme wie Word oder Excel anpassen wollen.

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