Sprint erwägt angeblich Verkauf von Nextel

Aufspaltung soll eine mögliche Übernahme erleichtern

Der US-Mobilfunkprovider Sprint Nextel denkt angeblich darüber nach, sich rund drei Jahre nach seiner Fusion wieder in zwei Einzelkonzerne aufzuspalten. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Insiderquellen berichtet, sei auch ein Verkauf von Nextel denkbar. Damit würde Sprint allerdings eingestehen, dass die 35 Milliarden Dollar teure Übernahme von Nextel Communications ein drastischer Fehler war.

Den Quellen zufolge steht ein Verkauf noch nicht unmittelbar bevor. Vielmehr soll es sich um eine Option im Rahmen von strategischen Überlegungen handeln, um eine mögliche Übernahme zu erleichtern. Am Montag waren Gerüchte aufgetaucht, wonach die Deutsche Telekom an Sprint Nextel interessiert ist. Mit dem Kauf des Unternehmens würde die Telekom zur Nummer zwei im US-Mobilfunkmarkt avancieren.

Seit der Übernahme im Jahr 2005 ist es Sprint nicht gelungen, Nextel auf vernünftige Weise zu integrieren und die Kunden des ehemaligen Konkurrenten zu halten. Im Schlussquartal 2007 verzeichnete der Konzern einen Verlust von 29,5 Milliarden Dollar und verlor 683.000 Kunden. „Wir müssen die Marke Sprint ganz neu aufbauen“, hatte der neue Sprint-Chef Dan Hesse damals gesagt und die Entlassung von 4000 Mitarbeitern angekündigt.

Themenseiten: Business, Deutsche Telekom AG, Sprint Nextel

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