OpenOffice verstößt gegen ISO-Standard für ODF

Fehler soll leicht zu beheben sein

Der Leiter der Internationalen Organisation für Normung (ISO), Alex Brown, hat OpenOffice hinsichtlich seiner Konformität zum Open Document Format (ODF) getestet. Dabei kam Brown zu dem Ergebnis, dass OpenOffice gegen die ISO-Version von ODF verstoße und den Standard umgehe.

In einem Interview erklärte Brown, dass er OpenOffice mit dem gleichen Dokument gestestet habe wie Microsoft Office. Die Speicherung im ODF-Format habe unzählige, einander ähnelnde Fehler ergeben. „Die standardisierte Version von ODF weist einen Defekt auf, was zur Folge hat, dass kein XML-Dokument mit dem Standard übereinstimmt“, sagte Brown. Der Fehler sei relativ einfach zu beheben.

„Ich habe mit diesem Ergebnis gerechnet. Es entspricht den Ergebnissen meiner Tests von Microsofts Office 2007“, ergänzte Brown. Er habe vor zwei Wochen bereits die Konformität von mit Microsoft Office 2007 erstellten Dokumenten im OOXML-Format untersucht und dabei festgestellt, dass das Unternehmen im Rahmen der Standardisierung durchgesetzte Änderungen noch nicht in Office eingepflegt habe.

Die Entwickler von ODF arbeiten derzeit an Version 1.2, die in Kürze der ISO vorgestellt werden soll. „Auch wenn es noch Fehler in ODF gibt, so ist das Format doch sehr gut zu verwenden“, sagte John McCreesh, Marketingleiter für OpenOffice in Großbritannien. McCreesh betonte, dass Anwender in erster Linie eine reibungslose Zusammenarbeit mit Programmen wie Word 2007 erwarten und nicht an Spezifikationen interessiert seien. Als wichtigstes Kriterium bezeichnete er, dass ein Dokument auch in 20 Jahren noch lesbar sein müsse.

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