Xerox will Tintendruck umweltfreundlicher machen

Solid Ink soll auch für Endanwender interessant werden

Xerox will mit dem Druckverfahren Solid Ink die Umweltverträglichkeit von Tintendruckern verbessern. Dabei setzt das Unternehmen auf feste Tinte, die den Verpackungsanteil im Vergleich zu flüssiger Tinte angeblich deutlich senkt.

Solid Ink stammt ursprünglich von Tektronix, das die Technologie 1986 entwickelte. Xerox hatte Tektronix 2000 übernommen und verkauft nach wie vor einige Solid-Ink-Drucker an Unternehmen. Jetzt soll die Technologie im Sinne von Green-IT weiterentwickelt werden.

Für die feste Tinte verwenden die Forscher bei Xerox polymere Resine, die vor dem Drucken auf 70 bis 100 Grad Celsius erhitzt und somit verflüssigt werden. Die flüssige Tinte wird anschließend über eine Druckwalze in Papierbreite aufgebracht. Die Walze benötigt etwa 10 Umdrehungen, um ein Bild zu Papier zu bringen. Nach dem Auftragen kühlt die Tinte ab und wird fest.

Den Vorteil für die Umwelt erreicht Xerox allein durch die Reduzierung des für die Tintenpatronen benötigten Verpackungsmaterials. Nach Angaben des Druckerherstellers entstehen während der Lebensdauer eines Desktop-Druckers aus leeren Tintenpatronen rund 130 Kilo Müll, der mit Solid Ink um 90 Prozent reduziert werden soll.

Derzeit arbeitet das Unternehmen noch daran, die für das Schmelzen benötigte Energie zu reduzieren: Solid-Ink-Drucker gelten als große Energieverschwender. Unter ökologioschem gesichtspunkt besteht ein weiterer Nachteil darin, dass ein funktionierender Tintenstrahldrucker nicht einfach mit Solid-Ink-Druckköpfen nachgerüstet werden kann: Interessierte Anwender müssen also einen neuen Drucker anschaffen. Die Markteinführung erster Solid-Ink-Drucker für Endverbraucher plant Xerox im Laufe der nächsten zwölf Monate.

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1 Kommentar zu Xerox will Tintendruck umweltfreundlicher machen

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  • Am 5. Mai 2008 um 11:53 von wat'n nu

    solid ink
    Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, nicht Unmengen von eingetrockneten Tintenpatronen wegschmeissen zu müssen, gerade bei Druckern, die nicht täglich im Einsatz sind, sondern auch mal zwei, drei Monate ungenutzt stehen können. (Auch ein Vorteil bei Laserdruckern)

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