Kritiker bezeichnen OOXML als Marketingstrategie

"ISO-Standardisierung war unnötig"

Ein XML-Entwickler sowie ein früherer Vorsitzender des für Dokumentenstandards zuständigen Ausschusses der ISO haben die Standardisierung von OOXML als reines Marketing bezeichnet. Sie werfen Microsoft vor, mit dem Standard ausschließlich übergeordnete Unternehmensziele zu verfolgen.

Tim Bray, der maßgeblich an der Entwicklung von XML beteiligt war, schrieb am Donnerstag in seinem Weblog: „Was Microsoft wirklich wollte, war, den Stempel der ISO als Marketing-Werkzeug zu nutzen.“ Er erwartet, dass sich Microsoft nicht an der laufenden Pflege des Standards beteiligen wird.

Eine ähnliche Ansicht vertritt James D. Mason, der bis zum Herbst das SC34-Komitee bei der ISO geleitet hatte: „Ich war immer der Meinung, dass kein Standard für OOXML benötigt wird. Die Ausarbeitung der Spezifikationen für OOXML war stümperhaft und bestenfalls eine Anleitung für Leute, die Produkte rund um Microsofts Office entwickeln wollen.“

Mason kritisiert, dass Microsoft zuerst ein Produkt entwickelt habe, um es anschließend in eine Norm zu überführen, statt zuerst ein Konzept aufzustellen. „Die wichtigste Frage ist eigentlich, ob der Standard das Produkt wirklich beschreibt.“

Themenseiten: Microsoft, Open Source, Software

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