Telekom-Prozess: Sommer streitet Vorwürfe ab

Entscheidung zur Übernahme von Voicestream ist angeblich erst im Juli 2000 gefallen

Im Prozess um den dritten Börsengang der Deutschen Telekom hat der ehemalige Vorstandsvorsitzende und Unternehmenschef Ron Sommer vor dem Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) die Vorwürfe der Aktienanleger zurückgewiesen. Die Entscheidung, das US-Mobilfunkunternehmen Voicestream zu übernehmen, sei erst Mitte Juli 2000 erfolgt, bekundete Sommer am heutigen Prozesstag. Die 16.000 Kläger werfen der Telekom vor, eine mögliche Akquisition Voicestreams und die damit verbundenen finanziellen Risiken verschwiegen zu haben.

Sommer gestand jedoch ein, bereits im März Verhandlungen mit Voicestream geführt zu haben – eine Übernahme sei dennoch „eher unwahrscheinlich“ gewesen. Erst als geheime Gespräche zur Übernahme eines anderen US-Unternehmens gescheitert waren, seien die Verhandlungen mit Voicestream wieder aktiviert worden, so Sommer.

Der ehemalige Telekom-Chef war für die Aktien-Emission im Jahr 2000 verantwortlich. Nach siebenjähriger Führung der Telekom hatte er das Unternehmen im Juli 2002 auf Grund von Querelen mit dem Aufsichtsrat verlassen.

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